Klare Verhältnisse am Pfordter See
Schlitz
Sie fühlte sich herzlich aufgenommen bei ihrem Besuch in Pfordt am vergangenen Dienstag, die Kandidatin für das Bürgermeisteramt im Schlitzerland, Elisabeth Hillebrand. Ortsvorsteher Willy Kreuzer hieß sie gleich zu Beginn auch im Namen des Ortsbeirats willkommen.
Im Rahmen einer kurzen Ortsbegehung machte sich die Kandidatin zunächst ein Bild von dem Stadtteil, der nach der Dorferneuerung einen hervorragenden Eindruck hinterlässt. Er ist das Ergebnis eines beispielhaften Engagements der Bürgerinnen und Bürger in Pfordt, die das Projekt zu ihrem Anliegen gemacht haben. Elisabeth Hillebrand brachte dazu ihre Anerkennung und ihren Dank für die geleistete Eigeninitiative zum Ausdruck.
Im Zuge der Ortsbegehung konnte auch ein noch zu lösendes Problem in Augenschein genommen werden. Der Regenablauf vom Schönberg erfordert eine bauliche Korrektur, da bei starken Niederschlägen regelmäßig Überschwemmungen auftreten.
Während der anschließenden Diskussion in der Kulturscheune praktizierte die Kandidatin für das Bürgermeisteramt ihre Amtsverständnis, das sie mit dem Motto „Gemeinsam die Zukunft gestalten“ charakterisiert. Sie kündigte keine wohlfeilen Versprechungen an, sondern richtete sich direkt an die Ortsbürger mit der Frage: „Welche Vorstellungen haben denn die Bürgerinnen und Bürger von Pfordt über die Zukunft des Pfordter Sees?“ Nach kurzer Diskussion war die Antwort klar. Man will geordnete Verhältnisse, in welcher Form auch immer. Im Übrigen bestand Einigkeit darin, dass die schon seit geraumer Zeit existierende Situation kein Dauerzustand sein könne. Das Resümee von Elisabeth Hillebrand an dieser Stelle: Mit ein wenig Phantasie und Engagement sollte sich die Angelegenheit gewiss zur Zufriedenheit aller klären lassen.
Mit einem überraschenden Vorschlag wartete die Kandidatin für das Bürgermeisteramt auf, als das Thema Hallenbad zur Sprache kam. Dem Schlitzerland wurde bekanntlich seit mehr als zehn Jahren vollmundig eine Sanierung des Objekts versprochen. Getan hat sich bisher nichts. Im Zuge der Untätigkeit hat sich der Gesamtzustand des Bades im Gegenteil deutlich verschlechtert. Elisabeth Hillebrand äußerte begründete Zweifel an einer Bestandsgarantie für das Bad. Die offizielle Entscheidung des Vogelsbergkreises stehe zwar noch aus, die Kosten für eine grundlegende Sanierung nach jahrelangem Nichtstun dürften aber vermutlich astronomisch sein. Sie wolle sich, so Hillebrand, dafür stark machen, dass die im Kreishaushalt ursprünglich einmal eingestellten Finanzmittel in jedem Fall dem Schlitzerland verbleiben.
Die schulische Infrastruktur vor Ort könne eine Aufwertung durchaus gebrauchen. So könnte an der Stelle des Hallenbades, sofern es endgültig geschlossen werden sollte, eine Aula entstehen, die sowohl von der Grundschule als auch von der Gesamtschule nutzbar wäre.Dieser Vorschlag müsse mit den Schulgemeinden aber noch erörtert werden.
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