Mysteriöser Mordfall beschäftigt auch das Fernsehen
Alsfeld
Die Geschichte erregte seinerzeit große Aufmerksamkeit – und soll nun ein mediales Nachspiel in einer ZDF-Dokumentation haben: „Der zweifache Tod im Schatten der Grenze – Dokumentation eines Dramas“.
Das ist der bezeichnende Titel eines kürzlich erschienenen Buches des Alsfelders Herbert Böckel, der seine Erfahrungen an der deutsch-deutschen Grenze niederschrieb – und dabei insbesondere die Geschichte von einem tödlichen Zwischenfall aufarbeitete, dem sich 36 Jahre später ein Mord anschloss.
Die Geschichte erscheint auch dem ZDF spannend genug für eine Dokumentation. In der Sendereihe „History“ berichtet das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) am Sonntag, 17. Juni, ab 23.35 Uhr über mysteriöse Kriminalfälle der Geschichte. Im Rahmen dieser Sendung gibt es auch einen Kurzbeitrag über den Mordfall Plüschke aus dem Jahr 1998.
Der ehemalige Bundesgrenzschutzbeamte Hans Plüschke, ein Kamerad und Freund des Alsfelder Buchautors, ehemaligen Polizisten und BGS-Beamten Herbert Böckel, hatte im Jahr 1962 bei einem Grenzzwischenfall an der innerdeutschen Grenze zwischen Setzelbach/Hessen und Wiesenfeld/Thüringen den Hauptmann der NVA-Grenztruppen der DDR, Rudi Arnstadt, in Notwehr erschossen.
Täter wurde bis heute nicht ermittelt
Bei diesem Ereignis war auch der damalige BGS-Beamte Herbert Böckel zugegen. Der einstige BGS-Beamte Hans Plüschke wurde am 15. März 1998, sieben Monate nachdem er sich erstmals öffentlich in einem Interview für die Hessenschau als Todesschütze des Grenzzwischenfalls aus dem Jahr 1962 zu erkennen gegeben hatte, unter mysteriösen Umständen als Taxifahrer unweit des Tatortes aus dem Jahr 1962 an der B 84 zwischen Rasdorf und Hünfeld ermordet.
Der oder die Täter wurden bis heute nicht ermittelt. Herbert Böckel nimmt in seinem Buch „Der zweifache Tod im Schatten der Grenze“ im Rahmen einer Dokumentation Stellung zu diesen beiden Ereignissen und weist in in dem Filmbeitrag des ZDF am 17. Juni auf offensichtliche Zusammenhänge zwischen diesen beiden Ereignissen und auf mögliche und auch wahrscheinliche Täterkreise aus den Reihen „alter Seilschaften“ der einstigen Staatssicherheit (STASI) der DDR hin.
Die Brisanz und Aktualität der damaligen Geschehnisse wird unter anderem auch durch die Tatsache untermauert, dass die Ermittlungsbehörden aufgrund der Ergebnisse der Recherchen des Autors und der im Buch dokumentierten neuen Erkenntnisse und Hinweise im Mordfall Hans Plüschke die Ermittlungen wieder aufgenommen haben.
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