Neujahrsempfang der Vogelsberger Feuerwehren
Sigi Stock
Lanzenhain
Unter dem Motto „Solidargemeinschaft – Feuerwehren im Vogelsbergkreis“ stand der diesjährige Neujahrsempfang für die Feuerwehren zu dem der Kreisfeuerwehrverband nach Herbstein – Lanzenhain eingeladen hatte.
Der Einladung waren neben den Kreisbandmeistern, Stadtbrandinspektoren, Gemeindebrandinspektoren, Mitglieder des Kreisausschusses, Bürgermeister und Vertreter der Städte, auch Landrat Rudolf Marx, der 1. Kreisbeigeordnete und neu gewählte Landrat Manfred Görig, Mitglieder des Kreistages, sowie der Leiter der Polizeidirektion Vogelsberg Kriminaldirektor Andreas Böhm gefolgt. Nicht zu vergessen der Hausherr, Herbstein-Lanzenhain Bürgermeister Bernhard Ziegler. Dieser übermittelte die Grüße der Stadt Herbstein. An diesem Tage gehe es mal nicht um das Dienstliche so Ziegler, heute gehe es um die ehrenamtliche Tätigkeit bei der sich junge Menschen engagieren. Trotz der Belastung vom Beruf und Familie besuchen sie Lehrgänge. Dies könne nicht hoch genug bewertet werden. An Stadtbrandinspektor Albrecht Lipp richtete er seine Dankesworte für die Durchführung und Organisation der Veranstaltung.
Landrat Rudolf Marx dankte in seinen Ausführungen den KameradenInnen für ihre langjährige Pflichterfüllung. In seiner 12-jährigen Amtszeit habe er dies Tag für Tag feststellen können. Für die Zukunft hoffe und wünsche er sich, dass auch nach seinem Ausscheiden von seinem Nachfolger Manfred Görig der Brand- und Katastrophenschutz mit gleicher Akribie fortgeführt werde.
Landrat Marx erhält Brandschutzehrenzeichen
Der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes und Kreisbrandinspektor Werner Rinke dankte Marx für seine lobenden Worte, für seine Verbundenheit zu den Feuerwehren, seine Unterstützung, kurz gesagt für seine Verdienste um das gesamte Löschwesen innerhalb des Kreises und des Kreisverbandes und verlieh ihm das Brandschutzehrenzeichen als Sonderstufe. Im weiteren Verlauf des Abends überreichte er Marx die Urkunde und das neu gestaltete Schild " Förderer der Feuerwehr". Mit dem Schild sollen diejenigen ausgezeichnet werden, die das Brandschutzwesen in besonderer Weise fördern und unterstützen. Es soll ein Zeichen des Dankes, der Anerkennung und eine öffentliche Hervorhebung sein. Ziel dieser Aktion sei es, zum allseitigen Nutzen des bürgerlichen Zusammenlebens die Zusammenarbeit zwischen den Förderern und den Feuerwehren in besonderer Weise öffentlich herauszustellen.
Zu den Aufgaben der Feuerwehren und ihrer Träger, d. h. der örtlichen Gemeinde gehört es deshalb auch, der Bevölkerung bewusst zu machen, dass dem Einsatz der Feuerwehrangehörigen ein ebenso großes Engagement der Arbeitgeber - selbst unter Inkaufnahme wirtschaftlicher Nachteile - zur Seite steht. Nur so werde auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten diese "nachbarliche", ehrenamtliche Förderung möglich gemacht. Ohne professionelle und schnelle ortsnahe Einsatzbereitschaft der Feuerwehren sei der Schutz für die örtliche Bevölkerung nicht zu gewährleisten. Um die Bedeutung und Wichtigkeit der positiven Zusammenarbeit hervorzuheben und deutlich zumachen, sei es unerlässlich, dass sowohl der Träger (Städte und Gemeinden) und seine Repräsentanten, Arbeitgeber, Förderer uneingeschränkt zusammen Wirken. Als Dank und Anerkennung für den Vogelsbergkreis, als wichtige Komponente, stifte der Kreisfeuerwehrverband Vogelsberg, so Rinke, das Schild „Förderer der Feuerwehr“.
In Not geratenen Menschen helfen, Sachwerte schützen, Gefahren abwenden
Unter dem Motto „Solidargemeinschaft – Feuerwehren im Vogelsberg“, steht 2012 das Jahresmotto des Verbandes. Dazu gab Kreisbrandinspektor Werner Rinke kurze Ausführungen. Die Feuerwehren in Vogelsbergkreis mussten eine ganze Reihe von Änderungen erfahren und umsetzen. Die große Familie der Feuerwehren mit dem Kreisverband in dem die Feuerwehren vertreten sind und werden, die Städte und Gemeinden, der Vogelsbergkreis als Gönner und Unterstützer haben gemeinsame Ziele: in Not geratenen Menschen zu helfen, Sachwerte zu schützen, Gefahren abzuwenden. Dies gehe aber nur, Rinke weiter, wenn alle aktiven Einsatzkräfte (Feuerwehr, Rettungsdienste, Hilfsorganisationen, Polizei, Bürger), Verwaltungen, politische Verantwortliche auf allen Ebenen zusammenstehen und eine große Solidargemeinschaft bilden. Der Kreisfeuerwehrverband habe ein großes Interesse gemeinsam Dinge anzugehen und umzusetzen. Dabei müssten auch die gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorgaben, unter Berücksichtigung der ländlichen und finanziellen Strukturen der Kommunen, Beachtung finden. Der Verband habe weiter Interesse, die interkommunale Zusammenarbeit, die vor vielen Jahren bei den Feuerwehren, bedingt durch die Aufgaben von Feuerwehren mit überörtlichen Aufgaben, mit der gemeinsamen Ausbildung begann, auch weiter fortzuführen. Dies gelte insbesondere für den Schwerpunkt "Atemschutz".
Aufgrund von Veränderungen in der Arbeitszeitregelung und der Verfügbarkeit von Einsatzkräften habe der Verband großes Interesse entsprechende Ausbildungslehrgänge den Einsatzkräften anzubieten. Die Umsetzung wurde bereits für die Grundausbildung im Jahre 2011 begonnen. Insgesamt bildeten sich auf Kreisebene circa 300 KameradenInnen in den angebotenen Lehrgängen weiter. Rinke kam auch auf den Wegfall der Wehrpflicht zu sprechen. Auf Bundes – und Landesebene musste hier eine Umstrukturierung der Züge des Katastrophenschutzes erfolgen. Zum Rückblick auf das Jahr 2011: dieses habe an die Feuerwehren besondere Herausforderungen mit besonderen Einsätzen darunter Hochwassereinsätze, Gefahrguteinsätze und schwere Verkehrsunfälle mit Massenkarambolagen auf der Bundesautobahn, gestellt.
Im Ehrenamt tätig zu sein, stelle große Herauforderung an jeden Einzelnen, deshalb gelte jedem ein besonderer Dank!
Die Gemeinsamkeit der Rettungsdienste mit der Polizei, hob Kriminaldirektor Andreas Böhm hervor. Er wolle diese wie bereits in der Vergangenheit, auch in Zukunft pflegen. Er freue sich darauf und wünschte allen bei ihrer Arbeit viel Erfolg. Rinke überreichte ihm das Feuerwehrjahrbuch 2011.
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