Tarek Al-Wazir: „Energiewende nicht ohne Windkraft!“
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Vogelsbergkreis
„Die Energiewende funktioniert nicht ohne die Windenergie“, so Hessens Fraktionschef Tarek Al-Wazir von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bei einer Besichtigung der Ulrichsteiner Windparks Helpershain und „Die Platte“ in der Gemarkung Ober-Seibertenrod.
Als Hauptgrund dafür nannte er, dass die Kosten der Windkraft im Vergleich zu anderen Energieträgern günstiger seien. Gerade für den ländlichen Bereich sei die Windkraft eine große Chance, denn die Wertschöpfung bleibe in der Region erhalten. Dr. Horst Meixner und Gerd Morber von der hessenWIND GmbH sowie Rainer Schwarz vom Vorstand der ovag Energie AG informierten den Grünen-Chef zunächst an der Einfahrt zum Windpark Helpershain/Meiches über die darin befindlichen Anlagen und die neuen sieben Anlagen von denen fünf per Gerichtsbeschluss vorläufig stillgelegt wurden.
Der Windpark sei im Jahre 1996 mit dem Bau erster Anlagen begonnen worden. Die Stadt Ulrichstein habe 1998 mit insgesamt acht Anlagen den zweiten Kommunalen Windpark erbaut. Im Rahmen des Repowerings wurden im letzten Jahr sieben Anlagen des Typs E-82 2 mit einer Leistung von je 2,3 Megawatt Leistung errichtet.
Tarek Al-Wazir bezeichnete es als sehr bedauerlich, dass fünf der neuen Anlagen auf Grund einer Klage des NABU-Landesverbandes stillgelegt werden mussten.
Er hoffe, dass bei einem guten Willen beiderseits, Windkraft und Naturschutz zu einer guten Lösung kommen könnten, denn Windkraft bedeute nicht automatisch „Naturzerstörung“. Bereits jetzt hätten die Betreiber zusätzliche Maßnahmen durchgeführt um der Tier- und Vogelwelt weiterhin gute Lebensbedingungen zu schaffen. Umso unverständlicher sei die Stilllegung der Anlagen, da sie ja bereits in, beziehungsweise zwischen zwei bereits bestehenden Windparks liegen würden. Nächster Besichtigungspunkt war der Windpark „Platte“ in der Gemarkung Ober-Seibertenrod. Hier wurden bereits dreizehn alte Anlagen, davon vier Anlagen der Stadt Ulrichstein, dem damals ersten Kommunalen Windpark Deutschlands, zurückgebaut.
Es entstehen derzeit sieben moderne Anlagen der Firma Enercon vom Typ E-82 E 2 mit einem Rotordurchmesser von 82 Metern, einer Nabenhöhe von fast 140 Metern und einer Nennleistung von je 2,3 MW, sowie einem Kostenvolumen von rund 29 Millionen Euro.
Nach einem ersten Repowering-Projekt in Hartmannshain 2004, ist das jetzige Vorhaben der OVAG-Gruppe an der „Platte“ in Ulrichstein das landesweit zweite von großer Bedeutung.
Nach der Besichtigung fand in der Gastwirtschaft „Zur Sternwarte“ im Feldataler Ortsteil Stumpertenrod ein Abschlussgespräch statt.
Leser-Kommentare ( 1 )
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Rocora (1) | 13. August 2012;13.08.2012;1344894767 --> 13 August 2012
Blick über den Vogelsberg
Im Vogelsberggebiet wachsen Windkraftanlagen wie Pilze aus dem Boden. Viele dieser Anlagen sind sehr hoch, machen mitunter erheblichen Lärm und stehen sogar in relativ geringer Entfernung zu bewohnten Arealen, so dass die Windradschatten der Rotorblätter sogar Gärten und Häuser berühren.
Der Vogelsberg hat erheblich gelitten, was sich wohl auch auf den wichtigen Tourismus auswirkt.
Komisch: Im Taunus gibt es keine Windkraftanlagen, auch nicht im westlichen Thüringer Wald. - Weht dort keine Wind?





