Vier junge Männer hatten am 6. März bei dem Überfall auf das Poker-Turnier im Hotel Grand Hyatt am Potsdamer Platz 242 000 Euro erbeutet und das Geld unter sich aufgeteilt. Die Männer türkischer und arabischer Herkunft sind keine Unbekannten für die Polizei. Sie standen schon vorher wegen Diebstählen oder Raubüberfällen vor Gericht.
Zwei der mutmaßlichen Räuber sitzen bereits in Untersuchungshaft. Zuerst hatte sich am Montagabend ein 21-Jähriger bei der Polizei gestellt. Er verriet seine Komplizen. Nach den Geflüchteten war international mit Fotos und Namen gefahndet worden. Am Mittwoch wurde der zweite Verdächtige in Berlin festgenommen.
Vermutlich war der dritte mutmaßliche Räuber aus Berlin-Neukölln zunächst in die Türkei geflüchtet. Er habe sich nun in Absprache mit seinem Anwalt gestellt, hieß es bei der Polizei. Jetzt fehlt noch der Vierte des räuberischen Quartetts. Nach Informationen der «Bild»- Zeitung» (Samstag) soll er in den Libanon geflüchtet sein und von dort Kontakt zur Berliner Polizei aufgenommen haben. Die Polizei bestätigte dies auf Anfrage zunächst nicht.