DIETERSHAN Tolle Sketche und Parodien auf das Dorfleben, rasante Tänze und prunkvolle Einmärsche: Die Fastnachtsveranstaltung des Sportvereins Dietershan hat ein Riesenprogramm bis nach Mitternacht geboten.
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Die Programmhöhepunkte mit Lokalkolorit waren einmal mehr die Nummern des Lauftreffs, der Damengymnastik, des Mofaclubs Jeff und der Fußballer der Ersten Mannschaft. Dazwischen lockerten Einmärsche der Kämmerzeller Maddebiddel sowie des Türkenbundes das Programm auf. Die beiden Gastvereine hatten natürlich ihre Garden und Musiker mitgebracht und boten fetzige Unterhaltung.
Weitere Tanzeinlagen kamen von den Funky Divas, den Tanzlegasthenikern des KKV Nüst, den Bad Girls aus Burghaun sowie Tanzgruppen aus Marbach, Roßbach und Steinhaus, die mit zum Teil aufwändigen und fantasievollen Kostümierungen von grünen Lindwürmern über flammende Teufel bis hin zu feschen weiblichen Matrosen viel fürs Auge boten. Den tänzerischen Schlussakkord setzten die feurigen Indianerinnen der „Blauen Garde“ des KKV Nüst.
Zu Beginn hatte der Dietershaner Nachwuchs („Mini-Mäuse“ und „Kleine Ladies“, beide trainiert von Jeannette Fleischmann) gezeigt, dass in dem Fuldaer Stadtteil niemand um die Zukunft der Fastnacht Sorgen haben muss. Das gleiche gilt auch für die spontane musikalische Einlage von Johannes Dröge und Florian Kampa.
„Nacktscanner“ erlaubte tiefe Blicke
Die Damengymnastikgruppe demonstrierte eindrucksvoll, was den Herren der Schöpfung passiert, wenn sie von ihren Frauen mitsamt Mantel an der Garderobe abgegeben werden. Vollends den Saal zum Toben brachten die im Asterix-und-Obelix-Look kostümierten Mitglieder des Lauftreffs, die sich als Dietershaner Gallier und Römer ihre Gedanken über die Bewohner des kleinen Dorfes machten. Dabei kamen weder der Pfarrer, noch das „Industriegebiet“ am Ortseingang, noch die Mitglieder des örtlichen Wurstclubs ungeschoren davon – letztere etwa, weil sie wegen einer Wette nachts mit Taschenlampen den Friedhof heimsuchten, um nachzuschauen, „wann der Botts August gestorben ist“.
Ähnlich tief in die Dietershaner Wohnstuben drang der „Nacktscanner“ der Jeffs vor: Per Schattenspiel nahmen sie ebenfalls die Eigenheiten des Ortes aufs Korn – etwa die trinkfesten Damen der Gymnastik. Kurios-sportlicher Schlusspunkt des Programms, durch das Andreas Montag routiniert führte, war die Show der Fußballer des SVD: Vor der schwarzen Zauberwand boten sie als sich ebenso wild wie synchron verrenkende Disco-Zwerge eine fabelhafte Performance, bevor zu den gut tanzbaren Klängen von Martin König beziehungsweise in der Sektbar im Keller des Bürgerhauses die Feier in den frühen Morgenstunden ausklang.
jo
Veröffentlicht am 07.02.2010 19:08 Uhr Zuletzt aktualisiert am 07.02.2010 19:08 Uhr