HÜNFELD Bürgermeister Dr. Eberhard Fennel (CDU) konterte der Kritik der Opposition, der Etat enthalte keine Sparvorschläge, mit dem Hinweis, dass sie selbst ebenfalls keine Überlegungen vorgelegt habe, wo zu sparen sei.
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Die Kritik an der Einrichtung des Experten-Beirats hielt er für überzogen. „Natürlich bleibt die Verantwortung für Einsparmaßnahmen letztlich bei Magistrat und Stadtverordneten“, versicherte er. Aber er betonte auch den Wert von Bürgervorschlägen an sich. „Es sind schon viele Anregungen eingegangen. Sicherlich sind viele von einer persönlichen Sichtweise geprägt, aber dort werden Dinge genannt, die sonst keiner ansprechen will.“ Zum Vorwurf, der Etat sei wegen überholter Zahlen wertlos, appellierte er daran, ihm und dem übrigen Magistrat zu vertrauen.
Dazu verwies er auf seine Erfolgsbilanz der letzten 32 Jahre in Hünfeld. „Viele ehemalige Bürger sind überrascht, wie gut sich die Stadt entwickelt hat. Wir haben eben gut gewirtschaftet.“ Es sei auch nicht so, dass man noch keine Einsparungen auf den Weg gebracht habe. Ganz im Gegenteil. Zum Vorwurf, den Wasserpreis unnötig angehoben zu haben, verwies er auf eine Forderung des Landesrechnungshofes, der man sich nicht habe verweigern können, und erklärte, das Hünfelder Wasser sei im Vergleich zu anderen Kommunen günstig und die Anhebung lange nicht so extrem ausgefallen wie woanders.
Zum geplanten Parkdeck beim neuen St.-Ulrich-Heim bestätigte Fennel, dass man eine günstigere Zwischenlösung prüfe oder das Vorhaben eventuell abspecken wolle. Die Verhinderung eines Einkaufszentrums auf dem ehemaligen Mehler-Areals an der Rasdorfer Straße verteidigte er: „Wir sind nicht am Wohl von Investoren interessiert, sondern das der Stadt ist uns wichtig.“ Und da gehe es um die Erhaltung des Einzelhandels in der Innenstadt.
ag
Veröffentlicht am 07.02.2010 20:45 Uhr Zuletzt aktualisiert am 07.02.2010 20:45 Uhr