Kammerorchester zeigte ein Konzert der Extraklasse
HÜNFELD Zum 25. Geburtstag des Kammerorchesters an der Wigbertschule Hünfeld boten die Musiker ein Konzert der Extraklasse.
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Die Aula der Wigbertschule bot schon in der Vergangenheit oft den Rahmen für großartige Veranstaltungen, aber das Jubiläumskonzert dürfte wohl ein absoluter Höhepunkt gewesen sein. Die etwa 30 Musiker hatten schon Platz genommen, als Dirigent Thomas Nüdling unter großem Applaus auf die Bühne ging. Der Musiklehrer ging in seiner Begrüßungsansprache vor etwa 150 Zuhörern auf die große Aufgabe ein, ein solches Orchester zu leiten, und sprach von den vergangenen 25 Jahren hervorragender Arbeit seiner Vorgänger. Doch nicht die Worte, sondern die Musik stand im Mittelpunkt der Feierstunde. Händels Marsch in D-Dur und Haydns Sinfonie Nr. 30 bildeten den Einstieg, und vom ersten Ton an war das Publikum begeistert vom Klang und dem großartigen Können der Künstler auf der Bühne. Wie Nüdling versprach, war bei diesem Konzert für jeden Musikgeschmack etwas dabei. Und die Zuhörer sollten nicht enttäuscht werden, denn das Kammerorchester zeigte Stücke aus allen Epochen der Musikgeschichte vom Barock an. Bei einem Stück von Max Bruch zeigten die jungen Solisten Silas und Katrin Neuhof ihr Können an Cello und Klavier. In einem Konzert für zwei Trompeten von Tomaso Albinoni wurde der Raum der Aula von den Trompetenklängen der Solisten Jens Enders und Tobias Jung erfüllt.
Orchester mit langer Tradition
In der kleinen Pause sprachen die beiden Schirmherren des Kammerorchesters, Landrat Bernd Woide (CDU) und der Hünfelder Bürgermeister Dr. Eberhard Fennel (CDU). Woide ging auf die großartige Möglichkeit ein, junge Menschen über das Kammerorchester und die Wigbertschule an Kultur heranzuführen. Fennel betonte die Tradition, in der das Kammerorchester an der Wigbertschule stehe. Schon in den 60er Jahren gab es ein Kammerorchester an der Schule, und von Beginn an setzte sich die Schule für Kultur neben der schulischen Bildung ein. Wie sein Vorredner Woide überreichte auch Fennel der Vorsitzenden des Vereins, Birgit Halsch, eine kleine Spende für die weitere erfolgreiche Arbeit, vor allem im Jugendbereich. Das Kammerorchester Hünfeld gründete sich im Jahre 1985 durch die Initiative von Dr. Klemens Drinnenberg. Noch im selben Jahr fand der erste öffentliche Auftritt im Stiftsgewölbe Hünfeld statt. Schritt für Schritt baute sich das Orchester aus und unternahm auch immer wieder Auslandsreisen in die Hünfelder Partnerstädte. Im Jahre 2008 wurde eine Kooperationsvereinbarung mit der Wigbertschule Hünfeld getroffen, und der Dirigentenstab wurde vom langjährigen Leiter Stefan Mollenhauer an Thomas Nüdling übergeben. Auch das Vororchester, die Jungen Streicher unter der Leitung von Susann Ries und Barbara Kömpel, zeigte sein Können – und die 8- bis 15-Jährigen begeisterten das Publikum mit ihren Interpretationen. Den Abschluss des Konzerts bildete ein schwungvolles Abba-Medley, das den frischen Wind im Kammerorchester symbolisierte. Und so können die Musiker auch hoffnungsvoll in die nächsten 25 Jahre voll Musik mit dem Kammerorchester an der Wigbertschule schauen.
Von unserem Mitarbeiter
Maximilian Kutzner
Veröffentlicht am 17.06.2010 18:03 Uhr Zuletzt aktualisiert am 17.06.2010 18:04 Uhr