HÜNFELD Ihre Fremdsprachenkenntnisse haben rund 40 Schüler der Hünfelder Wigbertschule beim Bundeswettbewerb Fremdsprachen getestet.
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„Ich habe mir keinen Druck gemacht. Man kann da wirklich nichts verlieren, sondern nur gewinnen“, sagt die Wigbertschülerin Laura Woljem (15). Gerade kommt sie aus dem Prüfungsraum, in dem sie eben noch über verschiedenen Aufgaben gebrütet hat. Diese löste die Neuntklässlerin aus Neukirchen innerhalb des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen, der vom Bundesministerin für Bildung und Forschung initiiert wurde und bereits seit 2001 jährlich an der Wigbertschule angeboten wird.
„Bei dem Wettbewerb können Schüler, die Spaß an einer fremden Sprache haben, ihr Selbstbewusstsein stärken. Denn man wächst mit jeder Herausforderung, der man sich stellt“, sagt Tanja Helmeke, die den Wettbewerb an der Wigbertschule seit drei Jahren koordiniert.
Grundsätzlich können Schüler der Jahrgangsstufen 8 bis 13 mitmachen. Schüler der neunten, zehnten und elften Jahrgangsstufe haben für die Wigbertschule teilgenommen, die Oberstufenschüler wurden allerdings nicht in Hünfeld geprüft. Ob Leseverständnis, Textproduktion oder Wortergänzung – die Aufgaben sind vielfältig. „Eines haben sie jedoch gemeinsam: Sie sind alle in ein landeskundliches Thema eingebunden“, erklärt Tanja Helmeke. Von den insgesamt rund 40 Schülern, die an der Wigbertschule geprüft wurden, haben sich die meisten für Englisch, Französisch und Latein entschieden. „Russisch und Spanisch sind aber auch vertreten“, sagt die Lehrerin.
Sowohl ein Einsprachen- als auch ein Zweisprachenwettbewerb stand zur Auswahl. Laura, die sich in Englisch und Französisch prüfen ließ, hat schon ihr Zertifikat, was sie als Teilnehmerin erhalten wird, im Blick. „Für Bewerbungen macht sich das sicherlich gut“, erklärt die 15-Jährige.
Immer mehr Teilnehmer
Und das findet auch Tanja Helmeke, die in den vergangenen Jahren immer mehr Schüler für die Teilnahme an dem Wettbewerb begeistern konnte: „Früher haben wir wirklich nur die allerbesten Schüler angesprochen. Inzwischen sind wir etwas breiter aufgestellt.“ Zwar eigne sich der Wettbewerb auch hervorragend zur Begabtenförderung, aber prinzipiell ist die Teilnahme für jeden sinnvoll, der daran Spaß hat – nicht zuletzt wegen des schriftlichen Nachweises. In diesem Jahr gibt es auch Schüler, die sich bereits zum zweiten Mal der Prüfung stellen. „Sie erhoffen sich natürlich ein gutes Ergebnis, weil sie nun schon Erfahrung mit der Art der Aufgabenstellung haben“, erklärt die Lehrerin.
Die Noten werden im Mai bekannt gegeben. Für diejenigen, die besonders gut abschneiden, ist ein Sprachenturnier vorgesehen. Wer hierbei gewinnt, kann sogar ein Stipendium erhalten oder hochwertige Sachpreise gewinnen. Für alle Teilnehmer, selbst wenn sie es nicht bis an die Spitze schaffen, gibt es Anerkennungspreise.
Auch wenn sie sicher keinen Preis ausschlagen würden, der Grund zum Mitmachen war für Johannes Ruppel (15) aus Sargenzell und Jakob Kraus (13) aus Roßbach ein anderer. „Ich wollte mal etwas machen, was über den Unterricht hinausgeht und schauen, wo ich so stehe“, sagt Johannes, der sich in Latein prüfen ließ. Sein Freund Jakob will das nun auch wissen. Er sagt mit einem Augenzwinkern: „Der Ruppel sagt immer: ,Ich bin in Latein besser als du‘.“ Das werde sich nun zeigen.
Von unserer Volontärin
Claudia Köhler
Veröffentlicht am 24.01.2010 20:11 Uhr Zuletzt aktualisiert am 25.01.2010 15:02 Uhr