DIETERSHAUSEN Eine neu formierte Bürgerinitiative (BI) läuft Sturm gegen die Errichtung eines zusätzlichen Mobilfunktmastes im Ortskern von Dietershausen.
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Bereits 2001 hatte der Grundstückseigentümer, auf dessen Anwesen im Ortskern nun ein weiterer Mobilfunkmast errichtet wurde, der Installation einer Mobilfunkantenne auf seiner Scheune zugestimmt und dadurch Protest im Ort hervorgerufen. Über 640 Bürger hatten sich seinerzeit mit Unterschriften gegen Mobilfunkantennen im Ortskern ausgesprochen und mehr als 300 Bürger an einem Protestmarsch durch den Ort teilgenommen. „Dem Eigentümer lagen schon damals genügend Informationen zu möglichen Gesundheitsschäden, verursacht durch Mobilfunk, vor“, behauptet die BI in einer Mitteilung. Das Errichten von Mobilfunkmasten in Wohngebieten stelle laut Aussage international renommierter Mediziner eine ernst zu nehmende gesundheitliche Gefährdung dar.
Die Zunahme von Blutbild- und Wesensveränderungen bei Kindern, das immer häufigere Auftreten totaler Erschöpfung, Infektanfälligkeit und Schlafstörungen infolge von Ohrgeräuschen oder Herzrhythmusstörungen bei Menschen, die in der Nähe von Mobilfunkmasten leben, sei nicht zu übersehen. Bundesdeutsche Ärzte hätten deshalb Apelle an die zuständigen Verantwortlichen gerichtet, um gesundheitlichen Schaden von den Bürgen abzuwenden.
„Offensichtlich ist dem Grundstückseigentümer aber Geld wichtiger als die Gesundheit seiner Mitbürger, und er nimmt wissentlich deren gesundheitliche Gefährdung in Kauf“, sagt die Bürgerinitiative im Künzeller Ortsteil Dietershausen.
Der Gemeinde wirft die BI vor, das Bauvorhaben im Vorfeld nicht im Gemeindeblatt angekündigt und somit die Errichtung des Mobilfunkmastes begünstigt zu haben. Dazu erklärte Bürgermeister Peter Meinecke (CDU) auf Anfrage, der Datenschutz habe die jahrelange Praxis der Gemeinde unterbunden, die Errichtung von Mobilfunkmasten im Vorfeld im Gemeindeblatt bekannt zu machen. Für derartige Bekanntmachungen müsse die Einwilligung des Grundstückseigentümers vorliegen – und die sei in diesem Fall verweigert worden.
ih
Veröffentlicht am 10.11.2009 20:17 Uhr Zuletzt aktualisiert am 10.11.2009 20:17 Uhr