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Fulda & Region

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Zeichen der Trauer nach tödlichem Unfall


FULDA Am Tag nach dem tödlichen Unfall der 16-jährigen Schülerin am Neuhofer Bahnhof stehen die Kaligemeinde und die Richard-Müller-Schule weiter unter Schock (Fotostrecke).


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Die 16-Jährige war auf einem nach den Ermittlungen der Polizei vereisten Stück des Bahnsteigs ausgerutscht und vom herannahenden Regionalzug erfasst worden, der sie in Schule bringen sollte. „Wir vermissen Dich“ haben ihre Klassenkameraden auf ein Plakat geschrieben, das in der Mitte eines Gedenktisches in der Aula der Richard-Müller-Schule liegt. Auf dem Tisch steht ein großes Foto, das die blonde junge Dame lachend zeigt – so wie sie ihre Mitschüler, Freunde und ihre Familie in Erinnerung behalten werden. Brennende Kerzen bilden ein großes Herz, daneben liegen 16 weiße Rosen und die Zeitungsartikel über den Unfall, aufgeklebt auf schwarzem Karton. Die Schüler stehen schweigend im Kreis. Leise und ruhig sind auch die Jungen und Mädchen, die morgens um 7.25 Uhr mit dem Zug am Neuhofer Bahnhof nach Fulda fahren. Der Schock sitzt tief bei ihnen.

Mit Rucksack im Zug verfangen


„Der Bahnsteig war so glatt am Donnerstag, da sind mehrere Schüler hingefallen“, erinnert sich Winfriedschüler Linus (18). „Es war alles furchtbar eng hier. Auf einmal hat sich ihr Rucksack im Zug verfangen“, sagt Azubi Christian (17) aus Veitsteinbach. Auf einem Fenstersims, fünf Meter von der Unfallstelle entfernt, stehen Kerzen. Dabei liegen rote Rosen und ein tönernes Herz mit einem kleinen Engel. „Du fehlst“ steht darauf. Anders als am Tag des Unfalls sind vier Bahnarbeiter in orangefarbenen Warnwesten damit beschäftigt, den Bahnsteig vor den Gleisen zu streuen.

Trauer nach Unglück in Neuhof


Die Schneeberge am Bahnsteig, die den nutzbaren Bereich des Bahnsteigs stark begrenzen, lassen sie liegen. Zwei Mitarbeiter des bahneigenen Sicherheitsdienstes sorgen wenig freundlich dafür, dass kein Medienvertreter in den Bahnhof kommt. Ein RTL-Team wird des Geländes verwiesen. Kleinlaut werden die Sicherheitsleute, als eine Bahnkundin sie fragt, warum die Schneeberge noch immer auf dem Bahnsteig liegen.

Diskussion über Sicherheit am Bahnhof


In Neuhof wird jetzt diskutiert, wie sicher der Bahnhof ist. Auf den Bahnsteig kommt man nur, wenn man durch das Bahnhofsgebäude geht – es sei denn, man umgeht das Gebäude. Die Zugangstür von der kleinen Halle zum Bahngleis ist theoretisch geschlossen und wird erst beim Halt des Zuges geöffnet. In der Praxis öffnet sich die Tür bereits, wenn der Zug heran naht. „Das geht gar nicht anders, sonst würden die vielen Schüler nicht rechtzeitig durch die Tür kommen“, sagt ein Schüler. Am Freitagmorgen stand die Tür durchgängig offen. Wenige Meter von diesem Ausgang entfernt war die 16-Jährige am Gleis ins Straucheln geraten und vom einfahrenden Zug überrollt worden. Das sich durch die Tür zwängen und dann zum Zug eilen müssen – vielleicht hat es am Donnerstag zu dem Unfall beigetragen, vermutet ein Schüler. Das System, das dafür sorgen soll, dass die Passagiere nicht in die Nähe der schnell durchfahrenden Züge kommen, erhöhe die Gefahren . Die Bahnanlagen in Neuhof entsprächen „sicher nicht dem Stand der Technik“, kritisiert Ulrich Stüttgen, Chef der Lokalen Nahverkehrsgesellschaft Fulda. Ein Sprecher der Deutschen Bahn in Frankfurt widerspricht: Der Neuhofer Bahnhof befinde sich „in einem ganz normalen, sicheren Zustand“.

Von unserem Mitarbeiter
VOLKER NIES

Veröffentlicht am 05.02.2010 19:03 Uhr
Zuletzt aktualisiert am 06.02.2010 12:10 Uhr


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  • Kritik am Landrat
    geschrieben am 06.02.2010 11:56

    Herzliche Anteilnahme bei den Schmerzen und Trauer, die durch den Verlust eines Menschen aus deren Mitte entstanden sind.
    Wenn Herr Woide sich hinstellt und den Unfall versucht den Unfall zu relativieren, in dem er sagt, daß der Bahnhof alt sei, so ist das taktlos. Die Schneeräumpflicht hört nicht auf, wenn ein Gebäude und dazugehörige Anlage alt ist. Auch ältere Menschen gehen zum Arzt und lassen sich behandeln-oder lohnt es nicht mehr für sie, weil sie alt sind?

    Autor: gegendiemehrheit
    Beiträge 7
  • Ein Unfall,der hätte nicht passieren dürfen
    geschrieben am 06.02.2010 06:37


    Ist sehr Traurig.Kann nur hoffen das sowas immer im Gedächniss bleibt,wie Gefährlich die Bahngleise sind.
    Mein Beileid den Eltern und Angehörigen.
    Ein Engel auf Erden wurde zu früh in den Himmel geholt!!!!!!

    Denkt aber bitte aber auch an den Zugführer,der hat es jetzt auch nicht einfach.

    Autor: Kuenzeller
    Beiträge 6
  • Anteilnahme
    geschrieben am 05.02.2010 22:42

    ...Fortsetzung...dieses bildhübsche Mädchen wird NIE wieder bei uns sein. Sie hatte doch noch ihr ganzes Leben vor sich. Meine Anteilnahme gilt ihrer Familie, den Angehörigen und den Augenzeugen. Die Zeit heilt leider nicht alle Wunden, aber ich wünsche den Angehörigen ganz, ganz viel Kraft und Stärke. Leider sitzt man hier und kann nicht hefen, man ist gelähmt und kann einfach NICHTS tun, ....einfach nur Sprachlosigkeit!!!!
    Wer hat Schuld????-.... das macht es ungeschehen.
    VIEL KRAFT!!!!

    Autor: Katzengel
    Beiträge 2
  • furchtbar
    geschrieben am 05.02.2010 22:39

    Erstmal mein aufrichtiges Beileid an die Eltern und Geschwister von Sophia.
    und dann; Wollt ihr es nicht kapieren? Es interessiert keinen, was auf dem Bahnhof abgeht. Es kommen tausend Ausreden und zum Schluss ist das arme Mädchen noch selber schuld. Wenn ich da schon lese: **Ein Sprecher der Deutschen Bahn in Frankfurt widerspricht: Der Neuhofer Bahnhof befinde sich „in einem ganz normalen, sicheren Zustand“.Ich musste mit meiner kranken Tochter auch lange diesen Bahnhof benutzen, schlimm.

    Autor: C.S.
    Beiträge 22
  • Anteilnahme
    geschrieben am 05.02.2010 22:27

    Seit ich gestern von diesem tragischem Ereignis erfuhr muss ich ständig darüber nachdenken. Ich bin einfach nur fassungslos, geschockt, traurig und völlig hilflos. Ich habe weder Sofia, noch die Familie gekannt, aber ich muss ständig daran denken, dass sich irgendwo in Neuhof eine furchtbare Tragödie abspielt....
    eine Sekunde, zwei Sekunden......haben hier über Leben und Tod entschieden, und jeder von uns wünschte sich, dass wir die Zeit zurück drehen könnten. NEIN, das können wir nicht........

    Autor: Katzengel
    Beiträge 2
  • Vorfall
    geschrieben am 05.02.2010 22:23

    Da sehen wir es, es muss erst ein tragischer Vorfall die Menschen und Politiker aufrütteln bis sie begreifen, dass die Schülerbeförderung refomiert werden muss. Ich fordere hier eine reformierung des ganzen Systems, Sicherheit für unsere Schüler muss gewährleistet werden, und dies nicht erst in 10 Jahren sondern Jetzt!

    Autor: Kunibert
    Beiträge 1
  • Sicherheit der Schüler
    geschrieben am 06.02.2010 10:58

    Da bedarf es aber grundsätzlicher Änderungen. Z.B.:

    1) Abschaffung der zentralen "Großschulen" mit mehr als 1000 Schülern --> mehrere regional verteilte kleinere Schulen bedeuten weniger Fahrschüler

    2) Entzerrung der Zeiten --> mehr Zeit zwischen Ankunft am Bhf. Fulda und Schulbeginn sowie umgekehrt ermöglicht ein ruhigeren und damit sicheren Transport (gilt auch für die Busse)

    3) sichere und ausreichende Verkehrsmittel

    Autor: Klaus
    Beiträge 26
  • Keine Vorverurteilung
    geschrieben am 05.02.2010 19:38

    Dieser tragische Todesfall eines jungen Menschen hat mich, wie wohl jeden Menschen,sehr betroffen gemacht. Natürlich fragt sich jeder, wie das passieren konnte.

    Die Lamentiererei über den Zustand des Bahnhofsgebäudes und der Lautsprecheranlage aufgrund dieses Unglücks ist Unsinn. Die SchülerInnen/ Reisenden wissen auch ohne Ansage, dass ihr Zug kommt, wenn der Zugang zum Bahnsteig geöffnet wird.

    Soweit den Meldungen zu entnehmen ist, gingen 3 Mädchen nebeneinander den Bahnsteig en

    Autor: mohr
    Beiträge 1


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