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Närrisches Treiben in Quecker Kulturscheune


QUECK In dem gefüllten Narrentempel von Queck traf sich am Samstagabend das gemischte Volk zum Faschingstreiben.


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Die Programmreise beim diesjährigen Faschingstreiben im Quecker Kulturtempel war wie ein europäisches Stelldichein. Beginnen wir die Reise im Schlitzer Burgenland, nehmen wir Hutzdorf dazu, packen Sandlofs American-Dream-Boys mit ins Gepäck, reisen weiter in das Hünfelder Land, dann gen Norden sogar bis an den Nordpol, dazu kommen stramme Darsteller aus der Kur- und Badehauptstadt des katholischen Landes, eine Reise wert war auch der Trip in die Stadt der Liebe mit Tänzerinnen aus dem Moulin Rouge oh la la la!

Aber alles der Reihe nach. In dem gefüllten Narrentempel von Queck traf sich am Samstagabend das gemischte Volk zum Faschingstreiben. Der durch Gräfins Schwert zum Hofnarr geschlagene Rudi Happel begrüßte in gewohnter Manier auch wieder eine Abordnung vom HKV aus Holtensen, zu denen seit 1996 eine feste Freundschaft besteht. Orden und Küsschen verteiltenaußer ihm auch Svenja Becker und Anna-Lena Kurz.

Der Einstieg in das närrische Programm begann gleich richtig fetzig, die Gardemädels vom Trachten- und Volkstanzkreis schwangen flott ihre langen Beine. Die nachfolgende junge Dame hat sich in den letzten Jahren gar mächtig gemausert und ist zu einem Garant in der Bütt geworden. Die Rede ist von Lea Becker. Sie präsentierte „Hausfrauen TV spekulativ – interaktiv – primitiv“.

Was da an verborgenem Dorfgeschehen alles ans Licht befördert und von ihr aufgedeckt wurde, oh ja: Acapulco- Springer in der Fulda, ein neuer Erbesbär, eine Straße, die vom Klapperstorch förmlich angezogen wird, Beauty und Spa gibt es jetzt auch in Queck etc. Unterstützt wurde sie dabei von den „Destillierten Hausfrauen“. Vom benachbarten „Schenne-Verein“ aus Hutzdorf tanzten dann die jungen Damen „No Limit“ ihren Showtanz. Als Abgesandter lud Andreas Feick das Narrenvolk von Queck zum eigenen Schenne-Fasching ein. Uwe Döring als Heimischer hatte aus der Region so einiges zu erzählen: von der Krötenwanderung in Willofs, über die ACS Rallye, bis hin zur Geschichte des Autos – Autobiographie – und seinem Wunsch der perfekten Ehe (frau). Als erstes Gastgeschenk hatten die Gäste aus Holtensen ihr Funkemariechen mitgebracht. Verena wirbelte nur so über die Bühne, ihr Körper schien aus Gummi zu sein.

Einfach super! Er ist ein Urgestein des Faschings und seit Jahren fester Bestandteil jeder Bütt. Pflanze Wern` e – gewitzt Kerlche als Engergrenger Koarl – der Bruder vom Heinrich. Er erzählte aus seinem Leben, seiner armen Familie, die den Gürtel immer enger schnallen musste – sie hatten ja so viele Keng, arme Keng – 12 an der Zahl. So ebbbes kann eh mal fiergekomm, abber normal dirf das nett bassier! Nachdem hier die Lachmuskeln strapaziert wurden, wurden  die  Bühnenbretter wieder gebogen. Die Garde vom Schlitzer Faschingsclub schwang ihre Beine zu einem bekannten Stimmungsmedley. Auch die Gräfin machte aus ihrem waldumrandeten Schlitz mit ihrem Gefolge aus dem Schloss einen Abstecher in die Grafschaft Queck. Sehr zum Gefallen ihrer Untertanen. Auch Sir Hei und Sir Oad kamen in Queck zum Gespräch und erzählten gar allerlei aus der Welt der Politik, der Wirtschaft, vom Elvis, der in Willofs traurig an der Straße stehe und von den Begebenheiten des letztjährigen Events „Die Welt zu Gast bei Freunden“. Commander & Co nahmen in ihrem musikalischen Beitrag die Gäste mit in die Stadt der Liebe. „Ganz Paris träumt von der Liebe, denn dort ist sie ja zuhaus“, hier wurde ganz und gar nicht mit Reizen gegeizt, hier tanzten sexy Damen an der Stange, oh pardon auch ein Herr, hier verdrehten die „Damen“ aus dem Moulin Rouge mit ihrem Can Can den Herren die Köpfe. Zum ersten Mal zu Gast in Queck waren die Damen aus Michelsrombach.

Ihr Gardetanz war ein gelungener, flotter, perfekter Tanzbeitrag. Stehende Ovationen und Zugaberufe gab es beim nächsten Programmpunkt: der Königin der Ringe Romina Maatz und ihren Hula-Hopp-Reifen. Sie stand zum ersten Mal im Rampenlicht des Quecker Faschings. Dieser sportliche Beitrag war an Perfektion, Können und Anmut nicht zu überbieten. Die Damenwelt kam bei den nächsten Auftritten voll auf ihre Kosten. Ihre gestählten Bodys gehören seit ein paar Jahren zum festen Programm in Queck. Die Süd-Finnischen-Tropen-Traum-Tänzer aus dem Nobelkurort des Fuldalandes hatten es mit ihrer Choreographie wieder voll auf den Punkt getroffen. Es folgten knuffige weiße Tierchen aus dem hohen Norden. Dahinter steckten die Under-Black-City Hoppers, die Männer der Freiwilligen Feuerwehr Unter-Schwarz. Mehr dazu nach ihrem letzten Auftritt in Unter-Schwarz.

Das männliche Geschlecht wurde an diesem Abend natürlich auch verwöhnt. Die Garde der Gäste aus Holtensen legte einen perfekten und rasanten Tanz auf die Bretter der Bühne. Im Programm wurde nun zum Endspurt ausgeholt. Männliche Gäste aus Sandlofs zogen nun die Aufmerksamkeit voll und ganz auf sich. Der „Wilde Haufen“ wirbelte mit seinen beiden Auftritten wahrlich alles durcheinander. Vom Super Bowl in Amerika ging es mal rasch zum Sonnenbaden ans Meer. Den Schlusspunkt unter das närrische und abwechslungsreiche, mit Höhepunkten gespickte Programm, setzten die jungen hübschen Damen von „Midnight Roses“.

Sie sind schon längst ihren Nachwuchsschuhen entschlüpft und haben sich zu Recht einen festen Platz im Geschehen ertanzt. Mit einem Dankeschön an alle Teilnehmer des Abends ging man endgültig zum gemütlichen Miteinander über.

Von SIGI STOCK

Veröffentlicht am 09.02.2010 15:32 Uhr
Zuletzt aktualisiert am 09.02.2010 15:32 Uhr


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