Kalter Markt in Schlüchtern: Leiterspruch zur Markteröffnung 2016

04. November 2016
Schlüchtern

Sprecher: Jörg Schlögl (links), Text: Dietmar Keidel

„Hier stehe ich und kann nicht anders“,

so sprach einst Martin Luther, der große Reformator.

Auch ich steh‘ hier, und kann nicht anders,

doch bin ich nur der Leiterspruch-Orator.

Habt keine Angst, ich will nicht predigen,

ich muss wie jedes Jahr jetzt was erledigen.

Ich rezitiere auch kein Schmähgedicht,

nein so was Blödes mach‘ ich nicht!

Den Leiterspruch trag ich nun vor.

Deshalb - schenkt mir Gehör, leiht mir das Ohr!

Doch vorher will ich all’ begrüßen,

ob Hessen, Bayern, Schwaben, Friesen,

ob Gastarbeiter, Zugereiste,

Flüchtlinge und Eingeschweißte –

kurz alle, die unser Kalle Moat,

in Schlüchtern hier vereinigt hat!

Vieles ist bei uns passiert,

einiges hab’ ich glossiert,

etliches hat kein‘ Platz gefunne,

denn sonst stünde mir hier Stunne,

wenn ich alles würd’ erwähne,

un’ ihr würd’ friern und wohl auch gähne.

Das lokalpolitische Mega-Ereignis in diesem Jahr,

war die Bürgermeister-Wahl, das ist doch klar!

Lange war‘n es nur 2 Kandidaten,

die mit ihren Hufen scharrten.

FF (Falko Fritzsch) wollte Bürgermeister bleiben,

KBH (Kerstin Baier-Hildebrand) ihn aus seinem Amt vertreiben.

Dann plötzlich aus der Deckung trat,

doch noch ein dritter Kandidat.

Auch MM (Matthias Möller) aus Wallroth,

warf in den Ring nun seinen Hut.

FF trat an als SPD-Genosse,

die Kontrahenten betonten das „parteilose“,

wobei KBH wurd‘ unterstützt von der Union,

und MM leitete einst die SPD-Fraktion.

Wahlkampfbedingte Konsequenz,

war eine recht ausgeprägte Präsenz,

vor allem in dem Medium Zeitung,

auch über Facebook gab‘s Verbreitung.

KBH verteilte Legobausätze und Marmelade,

MM war sich für‘s Klinkenputzen nicht zu schade.

FF, eher sparsam, hatte auch mit Erich Pipa ‘nen Termin,

er war sich seiner Sache sicher, wie es schien.

Vor ausverkauftem Haus in der Halle der Stadt,

fand eine hochinteressante KN-Podiumsdiskussion statt.

Da hat’s sich bei der Probeabstimmung schon angedeutet,

dass möglicherweise für Falko die Abschiedsglocke läutet.

Und tatsächlich, am Abend der Wahl,

für den Amtsinhaber war’s eine Qual,

eine Niederlage, die einem Erdrutsch gleicht,

für Falko Fritzsch hat’s nicht gereicht.

Etwas über 20 %, knapp 40 % jeweils die beiden andern,

der Wechsel war besiegelt – Wenn nicht jetzt, wann dann?

Vor der Stichwahl war‘s spannend, es hat richtig geknistert,

„Wählt Möller, unsern Ex“, hat mancher Genosse geflüstert.

Und so kam es dann auch – Matthias Möller siegte,

weil er gut 10 % mehr Stimmen als Kerstin Baier-Hildebrand kriegte.

Eine Bemerkung zum Wahlkampf lasst mich noch sagen:

Bis auf ein paar Spitzen war er meist fair, ohne Klagen.

Anstand wurde bewahrt, niemand war verletzend,

nicht so wie in den USA, was da läuft, ist echt ätzend!

Seit vier Tagen ist er nun im Amt,

die Schlücht’ner wünschen ihm allesamt

ein glückliches Händchen bei seinem Tun,

er wird viel arbeiten und wenig ruh’n,

und zunächst 6 Jahre Schlüchterns Erster Mann bleiben.

Ein Tipp von hier oben:

Lass dich zwischen den Fraktionszwisten nicht zerreiben!

Der Bürgermeister Fritzsch ist jetzt Geschichte,

oft Thema beim Leiterspruch-Gedichte.

Fast ein Vierteljahrhundert war er Bürgermeister uns’rer Stadt,

und, obwohl er in zahlreiche Fettnäpfchen trat,

weshalb ihm viele waren nicht wohl gesonnen,

hatte 3 Mal er die Bürgermeister-Direktwahlen gewonnen.

Nur die letzte hat er ziemlich vergeigt,

er hätte vorher sagen sollen, es reicht.

24 lange Jahre gingen mit Falko ins Land:

Wir wünschen ihm einen gesunden Ruhestand!

Nach der Wahl zum Stadtparlament

lag die BBB bei fast 19 %,

hat sich dadurch 6 Sitze verschafft

und wurde auf Anhieb 3. Kraft.

Von mancher Seite gab es viel Kritik,

„fremdenfeindlich“, „rechtslastig“,

so wurde die BBB verschmäht.

Ich glaub‘, hier hat man das Rad überdreht.

Die, die ich kenn‘, sind persönlich integer,

die haben bestimmt nichts gegen Araber und ...........

Menschen mit afrikanischem Migrationshintergrund.

Das „Gutmenschentum“ sollte man nicht über Gebühr strapazieren

und sich lieber an den – manchmal traurigen – Realitäten orientieren!

Bei der Wahl zum neuen Magistrat

witterte manch Grüner Hochverrat.

Weil deren Fraktion mit CDU und BBB eine Liste einging

und so der SPD einen Magistratsplatz abfing.

Alle 3 Parteien haben gleich klargemacht,

an eine Koalition sei allerdings nicht gedacht!

Zum 1. Stadtrat wurde Reinhold Baier gewählt,

der zu Schlüchterns politischem Urgestein zählt.

Ein politischer Neuling, den man aber kennen muss,

ist der Stadtverordnetenvorsteher Joachim Truss.

Als evangelischer Pfarrer bewegt er seine Schäfchen zum harmonischen Singen,

dies wird ihm hoffentlich auch im Stadtparlament gelingen.

2 Namen hat man im Parlament künftig nicht mehr im Blick:

Heinz Marburger gab sein rotes Parteibuch zurück,

FDP-Hoffnung und Ex-Erster-Stadtrat,

einst heiß gehandelt als Bürgermeister-Kandidat,

hat Patrick Ommert aufs Stadtparlament verzichtet,

dafür wird er jetzt im Kreistag gesichtet.

Der Jörn Hagemann kümmert sich noch bis Ende des Jahres,

dann endet der Vertrag, man sagt: „Tschüss Jörn, das war es.“

Kann der Kämmerer für den Kümmerer ‘s Gehalt nun sparen?

Doch ist man darüber sich noch nicht im Klaren,

ob man einen Externen einstellt

oder der Job in den Bereich der Verwaltung fällt?

Schlüchtern ist schon längst aus dem Koma erwacht,

weil es bei unzähligen Projekten und Programmen mitmacht.

Zahlreiche Preise das Rathausfenster zieren,

da kann man manchmal den Überblick verlieren.

Entente Florale, Ab in die Mitte, Aktive Kernbereiche,

nicht unbedingt dasselbe, teilweise das Gleiche,

ganz neu nun Inge Plus auf der Agenda steht,

wir wissen nicht, ob’s um Inge Saß, Inge Vey oder Inge Thaler geht.

Ein Fahrradparcours entstand auf der Brache Sandgarten,

dort können die Cross-Biker nun ihre Übungen starten.

Außerdem soll Schlüchtern 5 Oasen bekommen,

hier hat man wohl Rücksicht auf arabische Flüchtlinge genommen.

Viel davon wird umgesetzt werden im kommenden Jahr,

wir wollen hoffen, dass dies nicht nur eine Fata Morgana war.

Beim Thema Windräder, das sag‘ ich ganz ehrlich,

ist mir vieles unerklärlich.

Die dafür sind, sagen so, die dagegen sind, sagen so.

Und ich steh‘ mittendrin, oder daneben, oder wo?

Jede Partei hat plausible Argumente, die ziehen,

deshalb will und kann ich hier keine Stellung beziehen.

Ewig hat sich nichts getan in Sachen Lins-Gebäude,

doch jetzt entsteht, zu aller Freude,

endlich dort ein neues Haus.

Peter Jökel rechnet nächsten Sommer mit dem Ende des Baus.

(Nein, er meint nicht den Günter, liebe Leute,

er meinte damit das Gebäude!)

Das Richtfestbäumchen wurde kürzlich schon gehisst,

das alte Haus sicher keiner vermisst!

Verantwortlich für dieses gelungene Projekt,

ja, sie haben’s zusammen ausgeheckt,

ist die Schlüchterner JR-Connection -

die Jökel-Brüder und Kalle Rudolf sorgen allgemein für Satisfaction!

Sie haben bereits das Flemmig-Haus wieder neu errichtet,

von dort seit Mitte des Jahres die KN-Redaktion berichtet.

Auch die Kanzlei Cerny-Weitzel hat dort ihren Platz gefunden,

ein Schmuckstück in der Innenstadt, das sag‘ ich unumwunden.

Im alten Kornspeicher in der Fuldaer Straße

befindet man sich in der Umbauphase.

Auch hier ist ein Schlüchterner Bauherr zugange,

Torsten Zills kümmert sich um die baulichen Belange.

Ich hätte da vor mei‘m Auge noch weitere Ideen,

weil da noch ein paar annere Häuser lang schon leer steh’n.

Zum Beispiel das „Krein-Haus“, das „Braustübchen“ und der Rest von der Zeile,

da tut sich ja gar nichts, schon eine gaaanz lange Weile.

„Das wird ein Wellness-Hotel“, wurde versichert.

Der Erich Täubner is‘ froh, dass er sein Geld grad noch gekricht hat!

Auch das Eckhardt-Haus böte sich an,

doch da wagt sich niemand dran,

denn wer da vorspricht, der kriegt sein Fett,

der Bombes lehnt ab, er verkauft‘s einfach net.

Um zugewiesene Flüchtlinge

menschenwürdig unterzubringe‘,

kaufte die Stadt das Werckmeister-Haus.

Nur von SPD und FDP gab es Applaus,

die anderen haben Begünstigung gewittert

und schwer Kontra gesprochen und getwittert.

Beruhigt hat es sich mittlerweile, es ist etabliert,

sogar ein Anwohnerfest wurd‘ organisiert.

Die Protestanten Schlüchterns haben einen neuen Dekan,

auf Fritz-Eckehard Schmidt folgt nun Wilhelm Hammann.

Er hat schon in New York gewirkt mal für ein Jahr,

ist also gewappnet für Schlüchterns Bronx, das ist doch klar.

Pfarrerin Wolf und Pfarrer Geis, die auch kürzlich erst kamen,

könnten namentlich direkt aus Grimms Märchenbuch stammen.

Was das Schulamt sich mit der Stadtschule leistet,

wo die fast nie anwesende Leiterin sich erdreistet

auch noch zu klagen gegen ihre Ruhestands-Versetzung,

ist fast eine Fürsorgepflichtverletzung.

Der arme Herr Leibold muss alleine herhalten

und kommissarisch schon fast 2 Jahre die Schule verwalten.

Veränderungen gibt es bei der Stadtpolizei,

BBB „Bolizist Burkhard Baumgarten“ ist nicht mehr dabei.

Dass nun jeder parkt wo er will und alle Verkehrsregeln bricht,

ist gottseidank nur ein Gerücht!

Ein „echter“ Schlücht‘ner Polizist,

ganz hoch befördert worden ist.

Von nebenan, der Günter Voß,

wurd‘ kürzlich Bullen-Oberboss.

Den Titel man korrekt so nennt:

Vom Präsidium Osthessen der Polizeipräsident!

Auch einen Abschied gab es bei unserer Feuerwehr,

Helmut Zinkand ging als Stadtbrandinspekteur.

Vor 20 Jahren hatte er den Posten übernommen

und hat nun zum Dank das Stadtsiegel bekommen.

Sein Nachfolger wurde aus Elm Werner Kreß,

bei der Wahl zum Stellvertreter gab‘s e weng Stress.

Erst nach der zweiten Stichwahl, es wurde immer später,

stand er fest, der Stadtbrandinspektorenstellvertreter.

Andreas Leipold aus Wallroth, woher auch sonst,

anscheinend hast du das Sieger-Gen, wenn du dort wohnst.

In der Geschäftswelt hat sich einiges getan.

So konnten wir über die Presse erfahr’n,

dass Elektro-Beisler sagte:

„Den Elektro-Flemmig,

den übernemm ich!“

Mader & Vey als Firma zwar bleibt,

wurde von Atzert & Weber einverleibt,

wo man den Druck der türkischen Konkurrenz merkt

und damit seine Position in Schlüchtern stärkt.

Im Höbäcker Hof, im früheren „Café Bergsinn“,

ist seit kurzem eine neue Chefin drin.

Barbara Raab, deren Namen nur 3 Buchstaben zieren,

wird das Café nun als „Babsis“ weiterführen.

Das „Restaurant Zeppelin“ ist Bruch gelandet,

doch noch nicht endgültig gestrandet.

Wie’s weiter geht, steht noch nicht fest,

Matthias Wolf bekocht weiterhin die Gäst‘.

Für eine neue Attraktion ein schöner Platz is‘

die Adventure-Golf-Anlage oben am Acis.

Man kann hier putten in Wald und Natur,

etwas aufpassen sollte man nur,

wenn man sich beim Abschlag etwas unglücklich bewegt,

kann’s sein, dass man mit dem Golfball einen Rehbock erlegt!

Schlüchtern scheint eine Stadt voll Schwerhöriger zu sein,

denn 3 Hörgeräte-Geschäfte, so hat es den Schein,

reichen nicht aus für unsere Stadt,

und folglich ein viertes aufgemacht hat.

Vielleicht sollt ich dort auch ema einkehrn,

mei Fraa meint nämlich, wenn se was sacht, dät ich net hörn!

tegut in Schlüchtern wurde geehrt für die „Beste Wursttheke im Land“,

zur Ehrung sich auch Starkoch Johann Lafer einfand.

Dirk Ludwig setzte darauf einen Konter, so wie man ihn kennt,

jetzt liefert er Ochsenbäckchen an die Küche vom Bundespräsident!

Mit dem aktuellen Programm hat sich das KUKi selbst übertroffen,

und für nächstes Jahr ist die Richter-Skala nach oben hin offen.

Stars, die man sonst im Fernsehen bestaunt,

traten in Schlüchtern auf, meist gut gelaunt.

Gerhard Polt, Götz Alsmann, Guildo Horn, Sky Du Mont,

Gernot Hassknecht und natürlich eine Filmauswahl en gros.

Das hat man auch in Wiesbaden vernommen,

und KUKI hat den Hessischen Kinokulturpreis bekommen.

Wir spekulieren mit Live-Auftritten nächstes Jahr im KUKI-Kino

von Daniel Craig, Johnny Depp und Quentin Tarantino!

Dank Reiner Bomba, Staatssekretär und Hannekloas,

war kürzlich hier die Hölle los.

Der Oberbürgermeister von Kiew und Ex-Boxweltmeister,

Dr. Steelhammer, Dr. Faust und Vitali Klitschko heißt er,

weilte auf Bombas Vermittlung in unserer Stadt,

was für einen riesigen Menschenauflauf gesorgt hat.

Empfangen wurde Vitali Klitschko

vorm Rathaus vom scheidenden Falko Fritzschko.

Und als Beweis für den Besuch

schrieb er hinein ins Goldene Buch.

Dann, als Krönung seiner Schlüchtern-Reise,

ging er mit Gefolge speise‘.

Zu Gisela Gärtner führte der Weg,

er aß beim “Lasch“ ein Pfeffersteak.

Gisela staunte: „Is‘ das ein Riese, ich bin echt platt.

Aber Hauptsache, der Mann is‘ satt!“

Seit diesem Tag, es ist nur ein Gerücht,

man sie mit „Giselaschko“ anspricht.

Der scheidende Präsident, der Kollersch Knut,

machte seine Sache – natürlich - sehr gut.

Als Markmeister sowieso Kalte-Markt-geeicht,

hat er auch als Präsident überzeucht.

Den Schlüssel hat er mit Würde getragen

und wird ihn gleich abgeben ohne Verzagen.

Angeblich würde der Schlüssel nun zieren

ein Körperteil von ihm, er ließ sich tätowieren.

Auch Sandra Keidel tat es ihm gleich,

wir wissen allerdings nicht, in welchem Bereich.

Die neue Präsidentin in Eurer Mitte,

ist mit Sandra Fahrein-Schäfer nun “Sandra die Dritte“.

Vom MSC als Kandidatin vorgestellt

wurde sie ohne Gegenstimme gewählt.

Bei den Spätzündern steht sie auf der Stadthallenbühne,

macht bei den „Peinlichen Eltern“ zum bösen Spiel gute Miene.

Als Amtsinspektorin arbeitet sie im Frankfurter Amtsgericht,

hat da zu tun mit so manchem Bösewicht.

Probleme mit solchen hast du als Präsidentin sicher nicht zu erwarte‘,

dafür sorgen die Leibgardisten der Bürgergarde.

Der Markt ist zwar kalt, doch, und dies ist kein Scherz,

wenn du lächelst, wird’s jedem ganz warm um sein Herz!

Festwirt ist zum dritten Mal

das andere Traditionslokal,

in dem die Kalte-Markts-Uhr läuft,

wo man gern am Stammtisch .... zusammensitzt.

Deren Zahl mittlerweile bei 15 steht,

ach so, vom „Hausmann“ ist die Red‘.

Der Stammtisch, der aktuell den Präsidenten stellt

sind die „Hell-Sailors“, sie umsegeln sonst die Welt.

Und zum Ende der Geschichte hier noch ein paar Kurznachrichte‘:

Habt Ihr gewusst,

dass das Kloster Andechs fünf Brüder nach Schlüchtern entsendet

und damit das mönchlose Leben in Schlüchtern beendet?

Dies war leider nur ein Scherz im April,

doch wie er umgesetzt wurde, das hatte Stil.

Von der DLRG und dem SCC kamen „Mönche“ sodann

und stießen mit Pfarrer Kowalewski mit ‘nem Andechser an.

dass die Fa. Jökel bald keinen Platz mehr hat für die Preise,

„Bauunternehmen des Jahres“ tun sie dieses Jahr heiße‘.

dass ein nackter Mann im Obertorstraßenbrunnen gebadet hat,

er verwechselte den wohl mit der Öffentlichen Badeanstalt der Stadt.

dass das Kulturwerk nächste Woche in der alten Disco will starte‘,

und dafür alte Leitern sucht – auf die hier, wo ich drauf steh, da könnt ihr lang warte‘!

dass der Karl-Heinz Heil oder „Karlsson vom Dach“,

der Meister ist im Dachdecker-Fach,

nun auch Schlüchtern aus der Höhe fotografiert

und uns so eine fantastische Perspektive serviert.

dass der SCC langsam schiebt einen Veranstaltungsfrust,

weil er wegen schlechter Wetterprognosen „Mauerwiesen in Flammen“ vorsorglich absagen musst‘.

dass es seit kurzem ‘n Trachtenladen gibt in der Stadt,

der aber meistens geschlossen hat.

beim Weitzelfest gaben die “Moondogs“ ihr Abschiedskonzert,

dabei zu sein war jede Sekunde wert.

So, liebe Freundinnen und Freunde, gleich ist es soweit,

ich schau‘ auf die Uhr, wir sind ganz gut in der Zeit,

ich werd‘ jetzt nicht mich, sondern nur das Wort übergeben

an unsern neuen Bürgermeister, der zum ersten Mal im Leben,

zur Kalte-Markt-Eröffnung sprechen wird,

ich denk‘, dass er auch e bissche Lampenfieber spürt.

Gleich kommt der Markteröffnungsbefehl aus der Sandra ihr’m Mund,

dann, liebe Leute, geht es in Schlüchtern rund.

Auch wenn wir dann am Dienstag sind um die Nase blass -

Echte Kalle-Moatsbacke, die schaffen das!

Und, das sei zum Schluss gesagt:

Ich wünsch‘ allen einen friedlichen, fröhlichen Kalten Markt!