Drogen an 15-jährige Mädchen verkauft: 23-Jähriger kommt mit Bewährung davon

18 Okt 2016 / 21:36 H.
Fulda

Mit einer Bewährungsstrafe davongekommen ist ein 23-Jähriger aus der Gemeinde Großenlüder, der zwei 15-jährigen Mädchen Drogen verkauft hat. Eine entsprechende Verurteilung gab es am Dienstag am Amtsgericht Fulda.

Dass der 23-Jährige Drogen verkauft, gab er unumwunden zu, betonte aber, nicht an Minderjährige. Einer der 15-Jährigen habe er zwar Marihuana gegeben. „Aber das war eine einmalige Aktion, die ich nie wieder gemacht habe, nachdem ich ihr Alter erfahren habe“, sagte der Angeklagte.

Der anderen 15-Jährigen habe er nie etwas gegeben, sondern nur an ihren Freund verkauft – und der sei volljährig gewesen. Die junge Frau versicherte hingegen: „Ich habe bei dem Angeklagten mehrfach Cannabis und Amphetamine gekauft, unabhängig von meinem Freund.“

Bei zwei Durchsuchungen hatte man in der Wohnung des 23-Jährigen große Mengen Marihuana und Amphetamine gefunden, dazu eine Hanfplantage, Verpackungsmaterial und eine Feinwaage. Für die Staatsanwaltschaft war deswegen klar: Der 23-Jährige hat Drogen verkauft – auch an Minderjährige.

Der Staatsanwalt forderte eine Haftstrafe von zwei Jahren und drei Monaten. Verteidiger Schütz hielt eine Strafe nicht höher als zwei Jahre für angemessen – damit wäre eine Bewährung möglich. Richter Jahn verurteilte den Angeklagten schließlich zu einem Jahr und neun Monaten auf Bewährung.

„Wie alt seine Kunden waren, hat ihn schlicht nicht interessiert. Er hat billigend in Kauf genommen, dass sie minderjährig sind“, erklärte Jahn. Es sei aber von einem minderschweren Fall auszugehen – unter anderem, weil er die Mädchen nicht bedrängt habe.

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