„T-pong“ soll alle zusammenbringen: „grenzenlos games“ steigen im September

13. Juli 2015
Region

Das Miteinander steht für die Veranstalter der ersten „grenzenlos games“ im September klar im Vordergrund. Eine „von Regeln befreite“ und vereinfachte Form des Tischtennis soll dabei für Spaß sorgen und die Gemeinsamkeit unterschiedlicher Menschen herausstellen.

„T-pong“ heißt der Plattensport, den der zweifache Paralympicsieger Holger Nikelis am 5. September in der Kreissporthalle Künzell vorstellen möchte. Timo Zentgraf, Bürgermeister der Gemeinde Künzell, zeigt sich schon im Vorfeld von der Idee begeistert und hilft dabei, das Projekt auf die Beine zu stellen.

Tobias Greissing ist hauptberuflicher Industriedesigner und hat sich mit der Erfindung von „t-pong“ einen Lebenstraum verwirklicht. Der Hobby-Tischtennisspieler versucht, mit den verkleinerten, robusten Platten vor allem Kinder an den Sport heranzuführen und die Freude am gemeinsamen Sporttreiben in den Fokus zu rücken.

Durch einen Zufall lernte Tobias Greissing den Nachwuchssportler Frederic Peschke kennen. Freddy Peschke hatte vor vier Jahren einen Unfall, bei dem ihm ein Nerv gerissen ist und der ihn zwang, seine Schlaghand von links auf rechts zu wechseln. Er ist seither selber erfolgreicher Behindertensportler und vermittelte zwischen Nikelis und Greissing.

„Bei t-pong gibt es keine Grenzen“

„Man braucht keine Vorerfahrung. Tischtennisspieler haben es oft schwerer als Unerfahrene“, behauptet der Geschäftsführer der sport grenzenlos GmbH. „Bei t-pong gibt es keine Grenzen. Die Behinderung und das Alter spielen, anders als bei anderen Sportarten, keine Rolle. Beim Fußball zum Beispiel ist man direkt außen vor, wenn man nicht laufen kann“, fügt Frederic Peschke hinzu.

Ab dem 27. Juli haben Firmen, Familien und Vereine Zeit, sich für das sportliche Ereignis zu melden. Jeder Teilnehmer startet in einem Team aus drei Personen, sammelt aber in, nach jedem Spiel neu zugelosten, Doppelpaarungen sogenannte „Matchpoints“. „So sind unterschiedliche Begegnungen und eine Kommunikation der verschiedensten Menschen vorprogrammiert“, erläutern Holger Nikelis und Tobias Greissing. Die Teams mit den meisten gesammelten Punkten können sich auf attraktive Preise freuen.

Gemeinde Künzell übernimmt Vorreiterrolle

Die „t-pong-Platten“, auf denen bei dem Event gespielt wird, werden durch Spenden finanziert und anschließend an soziale Einrichtungen aus der Region übergeben. „Die Gemeinde Künzell hat bereits einen Tisch erworben, der nun an den Kindergarten St. Michael gespendet wird“, so Timo Zentgraf. Elisabeth Herbst, die Leiterin des Kindergartens/Kinderhorts, zeigt sich dankbar und ruft gemeinsam mit dem Bürgermeister Unternehmen der Region auf, dem ersten Schritt der Gemeinde zu folgen.

Die Platten können ab sofort für 500 Euro erworben werden, wobei Tobias Greissing einen Betrag von 200 Euro an die Initiative „sport grenzenlos“ zukommen lässt, um in Zukunft Sportler wie Frederic Peschke zu fördern. Am Eventtag können Charity-Kalender und T-Shirts mit unterschiedlichen Farben gekauft werden. „Die zeigen, dass Menschen, die unterschiedlich aussehen, trotzdem zusammengehören“, erklärt Nikelis.

Die „grenzenlos games“ im Netz:

www.grenzenlos-games.org und www.facebook.com/grenzenlos.games