Mitreden erwünscht: Antragskonferenzen für Trassenplanung in der Region stehen an

13. Mai 2017
Region

Nachdem die Übertragungsnetzbetreiber Tennet und TransnetBW für die Mehrheit der Abschnitte des SuedLink ihre Anträge bei der Bundesnetzagentur eingereicht haben, hat diese die Bundesfachplanung eröffnet. Im Mai und Juni werden nun für die verschiedenen Abschnitte öffentliche Antragskonferenzen stattfinden.

Sie lesen eine Pressemitteilung von Bürgerdialog Stromnetz:

Worum es in diesen Veranstaltungen geht und in welcher Form sich Bürgerinnen und Bürger beteiligen können, hat Bürgerdialog Stromnetz Elke Weingarten, Landschaftsplanerin bei der Bosch & Partner GmbH und als solche zuständig unter anderem für umwelt- und naturschutzrechtliche Prüfungen, gefragt:

Was wird in den Antragskonferenzen besprochen?

Auf den Antragskonferenzen stellen die Übertragungsnetzbetreiber ihren Vorschlagskorridor sowie die bis dahin untersuchten alternativen Korridorverläufe für den jeweiligen Abschnitt des SuedLink vor. Weil mit diesem Schritt eine mögliche Betroffenheit vor Ort konkreter wird, ist insbesondere die Antragskonferenz der beste Einstieg für Bürgerinnen und Bürger, um Einfluss auf die möglichen Trassenkorridore

zu nehmen. Jede Bürgerin und jeder Bürger, aber auch Verbände und Vereine sollten ihre Beteiligungsmöglichkeiten im Rahmen der Konferenz nutzen und ihre Ideen und Bedenken zu Protokoll geben. Als Ergebnis der Antragskonferenz legt die Bundesnetzagentur dann fest, welche Trassenkorridore weiter oder auch zusätzlich untersucht werden und welche Unterlagen die Übertragungsnetzbetreiber noch bereitstellen müssen.

Was gilt es bei Einwendungen zu beachten?

Die Inhalte der Einwendungen sollten sich auf die Ebene der Bundesfachplanung beziehen. Beispielsweise würden Einwände, die den grundsätzlichen Bedarf der Leitung anzweifeln, auf dieser Ebene ins Leere laufen, da der Bedarf bereits im Vorfeld abschließend festgestellt wurde.

Sind die Antragsunterlagen für die jeweiligen Abschnitte einzusehen?

Auf der Webseite netzausbau.de der Bundesnetzagentur steht Kartenmaterial mit

dem aktuellen Vorschlagskorridor und den untersuchten Alternativen bereit.

Wollen Sie mehr zu den Themen Bürgerbeteiligung und Stromnetzausbau wissen, können Sie sich an den Bürgerdialog Stromnetz wenden: buergerdialogstromnetz.de

Die nächsten Termine für Antragskonferenzen zum SuedLink:

15. Mai: Antragskonferenz für Abschnitt D in Bad Kissingen

23. Mai: Antragskonferenz für Abschnitt D in Fulda

8. Juni: Antragskonferenz für Abschnitt C in Bad Hersfeld

Was ist der Bürgerdialog Stromnetz?

Der Bürgerdialog Stromnetz ist eine Initiative für den offenen und transparenten Austausch zwischen allen Beteiligten rund um den Ausbau des Stromnetzes in Deutschland. Dazu stellt der Bürgerdialog Stromnetz grundlegende Informationen bereit und beantwortet Fragen zum Netzausbau. Darüber hinaus zeigt er Bürgerinnen und Bürgern, welche Beteiligungsmöglichkeiten es in den unterschiedlichen Planungs- und Genehmigungsverfahren gibt. Mit bundesweit zehn Bürgerbüros, einem mobilen Bürgerbüro sowie verschiedenen Veranstaltungsformaten nimmt der Bürgerdialog Stromnetz die Diskussionen in den Regionen auf. Ergänzt werden diese Angebote vor Ort durch die Webseite buergerdialog-stromnetz.de, verschiedene Online-Dialog-Formate, ein zentrales Bürgertelefon und den Twitter-Kanal. Gefördert wird der Bürgerdialog Stromnetz vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

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