Friedensgottesdienst: Stadtpfarrer zeigt Narren, wer der wahre Platzhirsch ist

12. Februar 2017
Fulda

Für viele Narren ist es der Höhepunkt der Kampagne: der Friedensgottesdienst der Fuldaer Fastnachtsvereine in der Stadtpfarrkirche. Stadtpfarrer Stefan Buß machte in seiner Predigt am Sonntag klar, wer der wahre Platzhirsch Unterm Heilig Kreuz ist.

Wenn die Karnevalisten einladen, ist die Stadtpfarrkirche voll wie sonst wohl nie: In den Bankreihen war kein Platz mehr frei, viele Gläubige standen in dem Gotteshaus. Es ist Tradition, dass die Messe von den Narren mitgestaltet wird.

So hielt etwa Fuldas Prinz Dirk Schütrumpf die Lesung, Vereinsmitglieder sprachen die Fürbitten, die Stoadtschisser der Florengäßner Brunnenzeche sangen, und der Musikverein Niesig – gemeinsam mit Organist Hans-Joachim Rill – sorgte für Musik. Die Fahnen der Rand- und Bundesstaaten umrahmten den Altar.

Ebenso Tradition ist es, dass Pfarrer Buß seine Predigt in Reimform hält. Dies sei für ihn Pflicht, erklärte der Stadtpfarrer. Gleich zu Beginn nahm er sich Prinz Dirk zur Brust, der Direktor des der Kirche gegenüberliegenden Hotels Platzhirsch ist.

Auf das Hotel werfe er immer einen genauen Blick, so Buß: „Und wir läuten laut und oft die Glocken, um den ein oder anderen Hotelgast in die Kirche zu locken.“ Allerdings, betonte der Hirte, sei die Stadtpfarrkirche „der wahre erste Hirsch am Platz“ – und dafür setzte sich Buß gar ein Geweih auf den Kopf. / kir