Narrenhochburg Grüsselbach steht Kopf: Fremdensitzung und neues Prinzenpaar

14. Januar 2018
Grüsselbach

Dem Namen „Narrenhochburg im Hünfelder Land“ wurde Grüsselbach wieder einmal voll und ganz gerecht. Ein mit Höhepunkten gespicktes Programm bot die Fremdensitzung des Karneval-Verein (KVG) mit anschließender Prinzenpaarproklamation in der bis auf den letzten Platz besetzten Narrhalla DGH.

Tänze, Sketsche und eine Büttenrede brachten die Närrinnen und Narren in Wallung. Zusätzlich angeheizt wurde die Stimmung durch Olli an der Orgel. Als Gastvereine waren der ECV Eiterfeld mit Prinzessin Alexandra, Prinz Michael, der LVI, dem singenden Kinderprinzenpaar Prinzessin Della und Prinz Marius, der XXXIV sowie das Fürstentrio Swen, Diana und Christian des Südens Fulda und der FCK Großentaft mit Prinz Raimund Hohmann und Präsident Michael Krieg gekommen. Sie alle hatten ihr Gefolge und Garden mitgebracht. Diese zeigten als Gastgeschenk ihre Showtänze.

Nach dem Einmarsch der Garden und des Elferrats des KVG dankte Präsident Matthias Förster den 90 Aktiven, die den jährlichen Veranstaltungen zu Erfolg verhelfen würden und übergab das Mikrofon an die Moderatoren Frank Gollbach und Rüdiger Hahn.

Als erstes zeigte die Minigarde ihren Showtanz (Trainerinnen Nicole Frank, Nina Pabst). Schon „alte Hasen“ sind Niklas Schwalbach mit seiner Sprechpuppe (Veronika Hahn) die „Grüsselbach first“ titelten, weil alle Macht vom Unterdorf ausgehe, denn sowohl Rasdorfs Bürgermeister als auch sein Stellvertreter leben dort. Mit scharfer Zunge als Trauernde glossierte Doris Walk in der Bütt die Bemühungen von Jagdpächter, Fischteichaufsicht und Untere Naturschutzbehörde um einen verletzten Schwan bevor die Teeniegarde ihr Können zeigte (Trainerinnen Lisa Hahn, Marie Petri).

Ein Lob auf Fleischeslust sangen die Vegetarierinnen Mara Anzenkova (Gitarre), Johanna und Laura Burkardt sowie Antonia Walk. Reichlich Arbeit hatten sich Ilona Burkardt, Elisabeth Heller, Mechthild Leden, Michaela Pralle, Stephanie Schreiber und Doris Walk gemacht (Kurzmoderation Ellena Hahn). Videosequenzen eines Fußballspiels „Grüsselbach Unterdorf gegen Oberdorf“ nahmen Persönlichkeiten und Ereignisse verfremdend so auf die Schippe, dass die Narrenschar aus dem Lachen nicht mehr herauskam.

Dass die Mädchen der Junggarde einmal würdige Nachfolgerinnen für die Prinzengarde sein werden, zeigten sie mit ihrem graziösen Gardetanz (Trainerinnen Laura Burkardt, Marie Pralle). Mitglieder der ehemaligen Prinzengarde reizten mit witzigen Sprüchen als biertrinkende und kartenspielende Männer die Lachmuskeln. Neues aus der Grüsselbacher Welt gaben die Hochburgspatzen (Frank Gollbach, Bernd Heller Raymond, Volker Walk, Keyboard, David Helmke (Trompete)) zum Besten. Ausdrucksstark in Mimik, Gestik und Mundbewegung sang die ehemalige Grüsselbacherin Manuela Poth als Überraschungsgast „D´Schönheitskönigin von Schneizlreuth“ – gefolgt vom Elferrat, der mit seiner von einem Potpourri begleiteten Schwarzlichtshow um eine Zugabe nicht umhinkam. Der brillante Gardetanz mit Zugabe der 13 Tänzerinnen starken Prinzengarde (Trainerin Katja Henkel) beendete die gelungene Fremdensitzung.

Zu Beginn der Prinzenpaarproklamation verabschiedetem sich die Regenten der letztjährigen Kampagne, Prinz Mike und Prinzessin Anette, vom Narrenvolk, und Präsident Matthias Förster und Rüdiger Hahn starteten die Suche nach einem neuen Prinzenpaar.

Nachdem einige potenzielle Anwärter nicht verfügbar oder zu alt waren, bahnte sich die Lösung durch einen Sprung aus dem Untergrund an und Christopher Klee stand auf der Narrenbühne. Die Spannung wuchs nochmals als Elferratsmitglieder eine Sänfte in die Narrhalla trugen. Ihr entstieg Johanna Burkardt. In der Fastnachtskampagne 2018 wird das Narrenvolk in Grüsselbach von seiner Hoheit Prinz Christopher von Bergkristall, Kirmes und schnellem Ball und ihrer Lieblichkeit Prinzessin Johanna Stewardess im Gardedress mit dem Schlachtruf „Grüsselbach – Glück auf“ regiert werden. / wim