Von heiter bis poetisch: Die Inthronisierungen bei den Fuldaer Randstaaten

19. November 2017
Region

Auch an diesem Wochenende wurden die neuen närrischen Oberhäupter bei tollen Feten und Sketchen in ihr Amt eingeführt.

Spannung bei den ASCHENBERGER Wolkenkratzern: Befreundete Vereine und Gäste fragten sich unisono, wer würde wohl der nächste Gouverneur der Aschenberger Wolkenkratzer werden? Als Mutter (Renate Jäger) und Tochter Chantal (Nadja Gierke-Erb) in der Rhön auf Wanderschaft waren, schauten sich die beiden interessiert nach einer neuen Mannschaft um.

Von heiter bis poetisch: Die Inthronisierungen bei den Fuldaer Randstaaten

Befreundete Vereine und Gäste fragten sich, wer würde wohl der nächste Gouverneur der Aschenberger Wolkenkratzer werden? / Foto: Ralph Leupolt

Mit ihrem Fernrohr konnten sie sogar bis nach Flieden, Bremen, Mönchengladbach nach Bayern und Romrod schauen. Auch entdeckten sie dabei potenzielle Kandidaten, aber leider, leider... – bis auf einmal der Konfettiregen herabfiel und sich Gouverneur Jörg XXI vom digitalen Datenschloss (Jörg Schmidt) mit seinen Adjutanten Anita Rawelczyk und Markus Wieczorek dem Publikum präsentierte.

In HAINZELL herrschte gespanntes Publikum im Bürgerhaus. Wer wird wohl die Narren in diesem Jahr anführen? Hinter der, durch den Bühnenvorhang verhüllten Bühne hörte man plötzlich die Stimme eines Sprechers (Ralf Köhler). Er berichtete von den Bemühungen Gottes die Welt zu erschaffen und auch den Menschen. Als Krönung schuf er den Narren und dieser sollte von Herrschern regiert und geleitet werden. Dies erwies sich jedoch als schwierig. Verschiedene verkleidete Personen betraten während des Textes die Bühne, von den Urmenschen über die Wikinger und das Mittelalter bis hin zu Bonny und Clyde in den 1920er Jahren.

Von heiter bis poetisch: Die Inthronisierungen bei den Fuldaer Randstaaten

Unter Donner und Blitzen öffnete sich in Hainzell bei der Inthronisierung die Bühne. / Foto: Sabine Abel

Immer scheiterte sein Bemühen, den Menschen eine Führung zu geben. Bis zum heutigen Tag! Ein Raunen ging durch den Saal, denn man vermutete, diese Kampagne könnte eine traurige ohne ein Prinzenpaar werden, doch plötzlich unter Donner und Blitzen öffnete sich die Bühne und mit Helau und Eviva Hainzella-Rufen standen die neuen Regenten auf der Bühne: Prinz Markus der 64. „Et Trömmelsche“ von der Knallhütt` und Prinzessin Marion die 28. das närrische Früchtchen vom Sandhasen – Labor (Markus und Marion Schrimpf). Mit Jubelrufen wurde das neue Paar noch bis in die Morgenstunden hinein gefeiert.

Mit Spannung wurden die neuen Musketiere des HARMERZER Carneval Club (HCC) im Vereinszentrum von Johannesberg erwartet. Doch bis es soweit war, musste das närrische Publikum per Glücksrad das neue Motto für die diesjährige Kampagne des HCC erraten. Wie in der TV-Show drehten junge Damen die Buchstaben an einer Wand herum. Zum Schluss erriet Marion Haag vom Südend die Lösung: „Glück ist heute und hier – es nennt sich Musketier“.

Von heiter bis poetisch: Die Inthronisierungen bei den Fuldaer Randstaaten

Die Musketiere des HCC. / Foto: privat

Tolle Rockmusik kündigte es dann auch an: Hinter der Mottowand traten die Musketiere Toni von Karosserie und Apres Ski (Toni Hübner), Anschi vom Garderock und Glücksgalopp (Ann-Janine Hoffmann) und Steffen vom Fastnachtsklan und Adlerwahn (Steffen Bämpfer). Fuldas Randstaaten und Prinz sowie befreundete Vereine gehörten zu den ersten Gratulanten.

Eine originelle Idee hatten sich die Verantwortlichen des Vorstädtischen Bürgervereins TÜRKENBUND einfallen lassen. Unter den Tischen der Gäste waren Puzzleteile versteckt, die das Publikum an einer Pinnwand befestigen musste.

Von heiter bis poetisch: Die Inthronisierungen bei den Fuldaer Randstaaten

Pascha Rainer CII steht dem Türkenbund in Sickels bereits zum zweiten Mal vor. / Foto: Ralph Leupolt

Und so kam heraus das Pascha Rainer CII Wächter des türkischen Schatzes (Rainer Lindig) mit seinen Adjutanten Tim Lindig und Oliver Lindner, den Haremsdamen Martina Lindig und Ute Lindner sowie Kinderharemsdame Svea Lindner dem Türkenbund bereits zum zweiten Mal vorsteht. Immer dabei: Wedler Jürgen Nahrgang.

Ganz nach dem Motto „Wenn einer eine Reise tut...“, starteten die Aktiven des FULDAER Karnevalverein SÜDEND am Samstagabend im Bürgerhaus von Kohlhaus ihre Inthronisierung der neuen Fürstenmannschaft. Zu der Fernsehmelodie des Traumschiffs stach der Vorsitzende, Andreas Beck, in See, um auf einer Kreuzfahrt in den Süden eine neue Mannschaft zu finden. So ging es von Hamburg über die Niederlande nach Italien, Griechenland bis nach Afrika zum Kap der Guten Hoffnung. Überall fand er leider keine geeigneten Kandidaten.

Von heiter bis poetisch: Die Inthronisierungen bei den Fuldaer Randstaaten

Im Fuldaer Südend stellte sich das Fürstentrio Swen, Diana und Christian vom Kap der Guten Hoffnung den närrischen Gästen vor. / Foto: Ralph Leupolt

Dann erreichte ihn die Nachricht aus der Heimat, es gäbe eine neue Mannschaft. Flugs ging es wieder in die Heimat – und so konnte er das Fürstentrio Swen, Diana und Christian vom Kap der Guten Hoffnung (Swen Gerhardt, Diana Löhr und Christian König) den närrischen Gästen vorstellen.

Der Vorsitzende der LÖSCHENRODER Schoppegarde, Christian Heil, eröffnete den großen „Schoga-Comedy-Spieleabend“ und begrüßte sechs Kandidaten, die den Prinzentitel unter sich ausfechten sollten. In den Spielen „Pullover-Pantomime“, „Bechern“ und dem furiosen Finalspiel „Klötze-Nägeln-Sahneschläger“ setzte sich am Ende ein Kandidat durch. Der neue Prinz schien gefunden.

Von heiter bis poetisch: Die Inthronisierungen bei den Fuldaer Randstaaten

Eine märchenhafte Inthronisierung feierten alle Beteiligten in Löschenrod. / Foto: Sabine Abel

Nach einer gebührenden Umziehphase dimmte sich das Licht im Bürgerhaus. In seinem Sessel las Geschichtenerzähler Heile Märchen der Gebrüder Grimm im Löschenroder Style. Wenig später und unter tosendem Applaus erschien durch den sich lichtenden Nebel das Märchenprinzenpaar Bernd und Steffi Grimm.

Auch in diesem Jahr begann die Inthronisierung des KV OSTENDIA FULDA mit dem Einmarsch des Vereins in den Pfarrsaal St. Pius. Nach einem kurzweiligen Programm kam der Elfjährige Fabienne Wess auf die Bühne und erzählte von seinem Traum.

Von heiter bis poetisch: Die Inthronisierungen bei den Fuldaer Randstaaten

Sandra Wess (Mitte) mit Verene Kaschuba und Martin Seidel regieren im Ostend. / Foto: Ralph Leupolt

In diesem habe er einen Saphir gesehen, der bekanntlich für die Freundschaft stehe – so wie das Ostend. Und dieser Saphir soll eine Kampagne lang strahlen, erzählte er, denn „meine Mama ist die neue Maharani“. Mit viel Beifall wurde Maharani Sandra XXII. „Indiens glänzender Saphir“ (Sandra Wess) mit ihren Adjutanten Verena Kaschuba und Martin Seidel begrüßt.

Im Vereinsheim des Carnevals-Club HAIMBACH (CCH) wurde es laut: Banditen stürmten den Saal und riefen laut: „Westend-Banditen sind an der Macht!“ Als Geisel hatten sie die Frau des Vorsitzenden, Uli Lengsfeld, genommen. Aber Vorsitzender Uwe Lengsfeld konnte hilfreich eingreifen, und bot sich als Geisel für die Freilassung seiner Frau an. Siegessicher gingen die Schurken auf das Angebot ein.

Von heiter bis poetisch: Die Inthronisierungen bei den Fuldaer Randstaaten

Die neue Marshall-Mannschaft sorgt in Haimbach für Recht und Ordnung. / Foto: Ralph Leupolt

Doch plötzlich hörte man die Kavallerie – im Schlepptau die neue Marshall-Mannschaft. Damit stand wieder fest: In Haimbach regiert Recht und Ordnung. Bis Aschermittwoch wird Westendmarshall Werner XXIV von Hut und Kapp (Werner Schräder) mit seiner Westend-Lady Barbara Dimmerling, dem Tanzmariechen Antonia Dimmerling sowie den Adjutanten Jürgen Knarr und Silvia Swoboda die Narrenschar anführen.

Ein abwechslungsreiches Programm, in dem sich Tanz- und Musikgruppen des Vereins präsentierten, bot die SICKELSER Bürgerfastnacht am Samstagabend ihren Gästen, die in großer Zahl ins Bürgerhaus gekommen waren, um zu erfahren, wer in der Kampagne als Tollität die Sickelser Narrenschar regieren wird.

Von heiter bis poetisch: Die Inthronisierungen bei den Fuldaer Randstaaten

Bei der Sickelser Bürgerfastnacht zeigten verschiedene Tanzgruppen des Vereins ihr Können. / Foto: Ralph Leupolt

Nach einigem Hin und Her stand es fest: Martin und Simone XV. (Martin und Simone Rech) stehen als Gutsherrenpaar an der Spitze der Bürgerfastnacht. Begleitet werden sie von ihrer Tochter Julia und Tanzmariechen Chiara Purkl, die seit vielen Jahren schon zur Sickelser Gutsherrenmannschaft gehört. Nur einen Schultheis gibt es diesmal nicht. / trp