„Verboten und verbrannt“: Bündnis „Fulda stellt sich quer“ erinnert an Bücherverbrennung vor 85 Jahren

06. Mai 2018
Fulda

In Erinnerung an die Bücherverbrennung vor 85 Jahren lesen am Dienstag, 8. Mai, etliche Fuldaer Persönlichkeiten ab 19 Uhr im Kulturkeller Fulda aus einigen dieser Werke. Das teilte das Bündnis „Fulda stellt sich quer“ mit, das die Lesung veranstaltet.

In einer Presseinformation heißt es: Keine 100 Tage nach der Machtübernahme Hitlers wurde auch ohne Facebook und Co. für viele Menschen an vielen Orten deutlich, welche unmenschlichen Ziele das Naziregime verfolgt. Nach dem verordneten Boykott jüdischer Geschäfte am 1. April 1933 folgte am 10. Mai die öffentliche Verbrennung der Bücher staatlich verfemter Autorern.

Anlässlich des 85. Jahrestages dieser unseligen Zerstörung deutschen Kulturguts lesen Linde Weiland, Andreas Wahler, Barbara Weiler, Dr. Michael Imhof, Eva Scholl-Utz, Bertram Lenz, Collette Wanjugu Döppner, Martin Uebelacker, Silvia Brünnel und Elena Varntourmian aus Werken von Bertolt Brecht, Bertha von Suttner, Erich Kästner, Lion Feuchtwanger, Franz Werfel, Nelly Sachs, Jakob Wassermann, Irmgard Keun, Oskar Maria Graf und Joachim Ringelnatz.

Einlass am Dienstag, 8. Mai, in den Einlass in den Kulturkeller (Jesuitenplatz 2) ist 18.30 Uhr. Der Eintritt ist frei. Um eine Spende für Bildungsarbeit wird gebeten. Die Lesung wird veranstaltet vom Bündnis „Fulda stellt sich quer“ in Kooperation mit der Buchhandlung Ulenspiegel und wird unterstützt von der KAB (Katholischen Arbeitnehmer Bewegung), von Attac, vom Kulturzentrum Kreuz und Pax Christi sowie dem DGB (Deutscher Gewerkschaftsbund). / FZ