Ab jetzt rollen die Bagger: Spatenstich für Malteser Notarztrettungswache in Dietges

16. September 2017
Dietges

Schon seit Januar arbeitet ein Notarzt-Team der Malteser im Hilderser Ortsteil Dietges – jedoch nur provisorisch in einer Ferienwohnung. Die örtlichen Bedingungen werden sich ab März verbessern. Denn dann wird laut Planung die neue Rettungswache an der Wasserkuppenstraße stehen.

Von unserem Redaktionsmitglied Jessica Vey

„Gut schipp“, wünschte Erster Kreisbeigeordneter Frederik Schmitt (CDU). Mit Spaten bewaffnet und einem Baustellenhelm auf dem Kopf hatten die Verantwortlichen beim symbolischen Spatenstich am gestrigen Freitag, 15. September, eine Botschaft: Jetzt geht es in Dietges los. Baufirmen werden anrücken und innerhalb von knapp sechs Monaten wird nach und nach ein einstöckiges Gebäude mit Fahrzeughalle an der Straße kurz vor dem Ortseingang entstehen.

Besonders die Mitarbeiter der Malteser, die bislang in einer Ferienwohnung in der Rudolph-Sperner-Straße untergebracht waren, freuen sich, bald in die neuen, modernen Räume umzuziehen.

Die Hilfsfrist – also die Zeit, bis ein Notarzt-Team am Einsatzort eintrifft – werde durch den neuen Standort verkürzt. Die Rhön wird schneller erreicht. Bislang gab es zwar Rettungswachen in Hofbieber, Lahrbach und Gersfeld, jedoch keinen Notarzt-Standort. Ein Notarzt musste aus Fulda, Thüringen oder Bayern kommen.

Die Hilfsfrist zu verbessern – das war das Ansinnen des Landkreises Fulda, der die Malteser beauftragt hat. Kreisbeigeordneter Frederik Schmitt (CDU) sagte gestern: „Heute ist ein guter Tag für die Versorgung in der Rhön.“ Er freue sich, dass haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter nun ein professionelles Umfeld bekämen.

Wenn der Rhöner Winter den Baufirmen keinen Strich durch die Rechnung macht, wird die Rettungswache von den Maltesern am 1. März 2018 in Betrieb genommen. Dann werde man auf etwa 30 Kräfte zurückgreifen können, auch auf Mitarbeiter der Zentralen Notaufnahme des Klinikums Fulda, worauf Direktorin Dr. Petra Zahn hinwies. Die Rettungswache wird mit einem Notarzt und einem Notfallsanitäter besetzt und mit zwei Fahrzeugen ausgestattet sein.