AfD sagt Neujahrstreffen mit Björn Höcke in Fulda ab

12.01.2017
Fulda

Eigentlich hatte die Fuldaer Kreistagsfraktion der Alternative für Deutschland (AfD) am Samstag zu einem Neujahrstreffen in die Münsterfeldhalle geladen. Sprechen sollte dort unter anderem Björn Höcke, Fraktionsvorsitzender der Partei in Thüringen. Eine Gegenveranstaltung war bereits angemeldet. Am heutigen Donnerstag wurde bekannt: Die Partei hat den Kongress abgesagt.

Eine interne Veranstaltung mit 200 bis 300 Menschen war in der Münsterfeldhalle geplant, erklärt AfD-Kreissprecher Hermann Krauss auf Anfrage von fuldaerzeitung.de. Erwartet habe man Parteikollegen aus Nachbarkreisen in Hessen und Thüringen. Wegen letzterem wäre auch Björn Höcke nach Osthessen gekommen. Der geplante Auftritt des ehemaligen Gymnasiallehrers und AfD-Spitzenfunktionärs sorgte postwendend für Protest. Höcke wird dem rechten Flügel der Alternative für Deutschland zugeordnet.

Das Bündnis „Fulda stellt sich Quer“ kündigte Gegenmaßnahmen an. Laut eigener Aussage schlossen sich unter anderem die KAB (Katholische Arbeitnehmer-Bewegung), der SPD-Stadtverband Fulda und die Fuldaer Ahmadiyya-Gemeinde an. Eine Gegenveranstaltung sei bereits angemeldet gewesen, bestätigt die Stadt Fulda. Dort seien 200 Personen erwartet worden. „Wir hatten Maßnahmen getroffen, um die Veranstaltung verfassungsgemäß zu schützen“, verweist die Polizei darauf, dass sie die Brisanz der bevorstehenden Veranstaltung erkannt habe.

Doch es kam anders: Bei einer Fraktionssitzung am Dienstag beschlossen die AfD-Kreistagsmitglieder um den Ex-CDU-Bundestagsabgeordneten Martin Hohmann, das Neujahrstreffen abzusagen. Man habe von Anfeindungen – unter anderem im Internet – mitbekommen, wolle die Mitglieder schützen und habe die Veranstaltung deshalb abgesagt, erklärte Hohmann. Das bedeute aber nicht, dass man künftig nicht mehr nach Fulda einladen werde. / kbk

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