Attraktives Bauhandwerk wirbt um Nachwuchs: Fünf Innungen suchen in Fulda Hessenmeister

16. September 2017
Fulda

Das gab es noch nie: Fünf Gewerke des hessischen Bauhandwerks suchen gleichzeitig ihren besten Jung-Gesellen. Gestern startete die Hessenmeisterschaft. Heute werden die besten Fliesenleger, Maurer, Stahlbetonbauer, Stuckateure und Zimmerer geehrt – und auch die besten Straßenbauer, die ihren Landeswettbewerb in Nidda austragen.

Von unserem Redaktionsmitglied Volker Nies

Jede der drei hessischen Handwerkskammern darf pro Innung zwei junge Handwerker, die im Sommer ihre Lehre beendet haben, in den Wettbewerb schicken. Die Kammern haben ihren Sitz in Kassel (unter anderem zuständig für den Kreis Fulda), Wiesbaden (unter anderem zuständig für den Vogelsberg- und den Main-Kinzig-Kreis) und Frankfurt .

„Die Aufgaben sind schwieriger als beim Gesellenstück. Gefragt sind gute Kenntnisse sowohl in der Theorie als auch in der Praxis“, erklärt Stephan Bernhard, Ausbildungsleiter beim Bildungszentrum Bau Osthessen. Die Wettkampfzeit beträgt je nach Gewerk zwischen sechs und acht Stunden.

„Die Aufgaben sind sehr anspruchsvoll, der Zeitdruck ist hoch.“

Die Zimmerer mussten eine verkleinerte Dachkonstruktion, eine sogenannte Dreieckshaube, herstellen.

Die Maurer standen vor der Aufgabe, eine Sichtmauer aus Kalksandstein herzustellen.

Die Fliesenleger müssen Wandfliesen in Rundbögen verlegen.

Die heute gekürten Landessieger treten in ihrem Gewerk auf Bundesebene an. Der jeweilige Bundessieger darf dann wiederum bei den Worldskills (Weltmeisterschaften der Berufe) teilnehmen. „In jedem Handwerk gibt es sogar ein Nationalteam und einen Nationaltrainer. Dahin zu kommen, das ist natürlich ein starker Anreiz“, sagt Ausbildungsleiter Stephan Bernhard.