Bischof Algermissen plant Lebensabend in Fulda: Wein Schmitt-Gebäude wird umgebaut

19. Mai 2017
Fulda

Wenn Bischof Heinz Josef Algermissen im Februar 2018 anlässlich seines 75. Geburtstags den Papst um Entpflichtung von seinem Amt bittet, wird er nicht nur seinem Bistum erhalten bleiben, sondern auch der Stadt Fulda. Allerdings wird er das Bischofshaus für einen Nachfolger im Amt freigeben. Stattdessen wird Bischof Algermissen dann eine Wohnung im ehemaligen Kontorgebäude von Wein Schmitt (Paulustor 6b) beziehen, wie das Bistum jetzt mitteilte.

Lesen Sie eine Pressemitteilung des Bischöflichen Generalvikariats im Wortlaut:

Das Kontorgebäude befindet sich im Bistumsbesitz. Um die Immobilie sinnvoll zu nutzen, wird das ehemalige Lagerhaus zu einer Wohnung mit etwa 140 qm Wohnfläche umgebaut. Erstbezieher dieser Wohnung wird nach seinem Rücktritt Bischof Algermissen werden. Mit der Unterbringung des Bischofs in diesem Haus schlägt das Bistum quasi zwei Fliegen mit einer Klappe:

Einerseits sind ohnehin Aufwendungen für Erhalt und Pflege des denkmalgeschützten Hauses aufzubringen; andererseits ist das Bistum verpflichtet, dem dann emeritierten Bischof eine angemessene Wohnung anzubieten.

Der alte Weinkeller sowie die Restauration Schmitt waren wegen Schimmelbefall nicht mehr nutzbar, werden auch in Zukunft nicht mehr nutzbar sein. Einem Abriss des Hauses stand der Denkmalschutz entgegen. Komplexe denkmalpflegerische Erfordernisse wie Sicherung der Bausubstanz, Schimmelbeseitigung und sporendichte Trennung von Gewölbekellern bzw. 1. Untergeschoss und Erdgeschoss u. ä. waren vorzunehmen und schlagen mit rund 400.000 Euro zu Buche.

Der Umbau des ehemaligen Lagerhauses in eine Wohnimmobilie sichert nicht nur die historische Bausubstanz, sondern ermöglicht es, die Immobilie langfristig zu vermieten. Die Kosten für diese Baumaßnahmen belaufen sich voraussichtlich auf etwa 450.000 Euro. Bischof Algermissen wird sich in seiner Wohnung ein Gästezimmer, ein Arbeitszimmer und einen einfachen Andachtsraum einrichten. Die Immobilie wird so gestaltet, dass sie zu einem späteren Zeitpunkt anderweitig genutzt werden kann.

Bereits seit Beginn der Planungen sind alle erforderlichen Gremien beteiligt. Sämtliche Aufwendungen sind im Haushaltsplan des Bistums, der veröffentlicht und von unabhängigen Wirtschaftsprüfern geprüft wird, einsehbar.

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