Faire Diskussionen: FZ-Forum zur Bürgermeisterwahl in Petersberg (mit Video)

12. September 2017
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Petersberg

Es geht um Anliegerbeiträge, Arbeitsplätze und viele weitere Themen: Bei dem von unserer Zeitung organisierten Forum zur Bürgermeisterwahl in Petersberg stellten sich die Kandidaten Carsten Froß (CDU), Torsten Jahn (Die Linke / Offene Liste) und Peter Geffe (parteilos) den Fragen des FZ-Redakteurs Sebastian Kircher, der die Veranstaltung souverän moderiert.

Bislang war es eine faire Diskussion der drei Bürgermeisterkandidaten. Das erste heiße Eisen des Abends waren die Anliegerbeiträge in Petersberg. Ein Thema, das auch für die zahlreichen Besucher des Forums eine große Rolle spielt. Das Interesse an der Veranstaltung mit den drei Bürgermeisterkandidaten ist groß: Der Saal des Propsteihauses in Petersberg ist voll.

Ein weiteres Thema waren Arbeitsplätze und wie Unternehmen in Petersberg Fuß fassen können. „Wir wollen keine Großkonzerne, sondern den Mittelstand und das Handwerk voranbringen. Petersberg soll innovativ sein und für digitale Transformation stehen“, sagte Jahn. Froß fügte hinzu: „Wir müssen Gewerbetreibende in Petersberg halten und Erweiterungen bieten.“ Die Frage sei, was man für Gewerbegebiete tun könne. Dazu schlug er einen Runden Tisch vor, um zu klären, wo Bedarf ist.

Geffe schlug vor, den Kontakt mit der Hochschule zu suchen, um beispielsweise in einer Masterarbeit zu ermitteln, was Betriebe wirklich wollen. Er sprach sich zudem für die Gewerbeentwicklung an der A7 nicht aber in den Ortsteilen aus. „Wir müssen uns außerdem fragen: Wo drückt dem bestehenden Gewerbe der Schuh?“, sagte Geffe.

„Wie schafft man es, dass sich alle Petersberger als Petersberger fühlen?“, fragte FZ-Redakteur und Moderator Sebastian Kircher. „Wir müssen den Leuten mehr zuhören, ins Gespräch kommen und transparent machen, was die Ortsteile betrifft“, sagte der parteilose Geffe. Sein Konkurrent Jahn von der Linken / Offenen Liste sagte, dass der dörfliche Charakter Charme habe – „und der muss erhalten bleiben.“ CDU-Kandidat Froß antwortete auf die Frage: „Wir müssen die Ortsbeiräte stärken, damit sie etwas für den Ortsteil erreichen können“. Die Bereitschaft der Petersberger sei groß.

Kircher sprach außerdem die langen Arbeitszeiten eines Bürgermeisters an, die manchmal bis zu 50 bis 60 Stunden in der Woche betragen könnten. „Petersberg macht Spaß, deshalb möchte ich Bürgermeister werden“, sagte Carsten Froß. Auch Peter Geffe ist sich über den Zeitaufwand bewusst: „Mit der Kandidatur erfülle ich mir einen Wunsch, denn Petersberg ist etwas ganz Besonderes.“ Torsten Jahn fügte zu den Arbeitszeiten hinzu: „Als Unternehmer fragt dich auch keiner, ob es Sonntag oder Nacht ist. Mit dem Bürgermeister ist es so wie mit der Feuerwehr: immer in Bereitschaft sein.“ / lai

Einen ausführlichen Bericht über das FZ-Forum sowie das Ergebnis der Probeabstimmung am Dienstagabend lesen Sie sowohl in der Mittwochausgabe als auch in der Donnerstagausgabe der Fuldaer Zeitung sowie im E-Paper.