Brecheranlage: Entscheidung wird vertagt

16. September 2017
Eichenzell

Ob die Firma Weider im Gebiet „Im Oberfeld“ zwischen Kerzell und Löschenrod eine Bauschuttaufbereitsanlage bauen darf, wird in der nächsten Sitzung der Gemeindevertreter noch nicht entschieden. Das teilt Eichenzells Bürgermeister Dieter Kolb (parteilos) mit. Diese Sitzung wird am Donnerstag, 28. September, stattfinden. Nächsten Montag sollte der Bauausschuss darüber beraten.

„Unternehmer Mike Weider hat noch eine andere Möglichkeit ins Spiel gebracht, die wir jetzt erst einmal prüfen möchten“, erklärt Kolb unserer Zeitung. Was für eine Option das genau ist, möchte der Bürgermeister noch nicht sagen.

Zum Thema Alternativstandort für die Anlage sagt er aber: „Ich hatte eine Fläche an der A7 im Sinn, da bin ich aber wenig optimistisch, dass das klappt.“

Das Gebiet „Im Oberfeld“ wird trotzdem Thema im Bauausschuss sein: Weil die Gemeinde Eichenzell viele Anfragen habe, sollen die Flächen – mit Ausnahme der Weider-Fläche – als Gewerbegebiet ausgewiesen werden, sagt Kolb.

Die Bürgerliste Eichenzell begrüßte die Entscheidung des Gemeindevorstands. „Der undenkbare Fall der Neuansiedlung dieser Anlage scheint zunächst einmal vom Tisch zu sein“, schreibt die Fraktion. Eine Brecheranlage solchen Ausmaßes in der Nähe von Wohngebieten dürfe es weder am heutigen Standort in Welkers noch in Löschenrod geben. „Dass jetzt vom Gemeindevorstand weitere Lösungen gesucht und geprüft werden und die Punkte von der Tagesordnung genommen wurden, ist gut und folgerichtig“, äußert der BLE-Fraktionsvorsitzende Gerhard Dehler. / dan

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