Bürgerschaftspreis: Herbert Heurich ist seit 21 Jahren Vorsitzender des Tierheims Fulda-Hünfeld

19. Mai 2017
Fulda

Nani, Blue, Sky oder Rocky – das sind nur einige der Vierbeiner, die im Tierheim Fulda-Hünfeld eine Zuflucht gefunden haben. Dass es diese Zuflucht gibt, ist in hohem Maße Herbert Heurich zu verdanken. Seit bald einem Vierteljahrhundert setzt sich der 70-Jährige unermüdlich für das Tierheim und seine vierbeinigen Bewohner ein.

Von unserem Redaktionsmitglied Sabine Kohl

Langsam schlendert Herbert Heurich an den Zwingern mit den Hunden vorbei. Die Tiere springen an den Gittern hoch, bellen zur Begrüßung, versuchen Streicheleinheiten zu ergattern. Heurich hat für jeden Vierbeiner ein freundliches Wort, streichelt dem einen kurz übers Fell und steckt einem anderen ein Leckerli zu. Er kennt jedes Tier mit seiner Geschichte genau. Dass ihm das Schicksal der vielen Hunde und Katzen im Tierheim am Herzen liegt, merkt der Besucher sofort.

„Tierlieb war ich schon immer“, sagt der Neuhofer. „Den Respekt vor allen Lebewesen hat mich meine Mutter bereits als Kleinkind gelehrt.“ Dennoch: Der unermüdliche und langjährige Einsatz im Verein des Tierheims ist keine Selbstverständlichkeit. Im Herbst 1993 ist Herbert Heurich dem Verein beigetreten, 1994 übernahm er das erste Vorstandsamt als Kassenwart, seit 1996 ist er ohne Unterbrechung Vorsitzender des Vereins.

Das bedeutet: Herbert Heurich kümmert sich nicht nur um die Tiere, sondern organisiert auch Bau- und Modernisierungsmaßnahmen rund um das Tierheim-Gelände im Michelsrombacher Wald, steht in Kontakt mit Bürgermeistern und Gemeindeverwaltungen, kümmert sich um die Finanzen und erledigt auch sonst jede Menge Papierkram.

Mitte der 90er Jahre sei das Tierheim in einem desolaten Zustand gewesen, berichtet Heurich. „Kommunen und Bürger hatten kein Vertrauen in unseren Verein und unsere Arbeit“, fügt der ehemalige Lehrer der Heinrich-von-Bibra-Schule hinzu. Um dieses Vertrauen wiederherzustellen und den Tieren besser helfen zu können, deshalb ist Heurich dem Verein beigetreten.

Vertrauen hat er langsam wieder aufgebaut, als er zwischen 1996 und 1998 bei den Gemeinden für den – schließlich erfolgreichen – Neubau des Tierheim-Gebäudes warb. „Zum Fest nach dem Umbau kamen 1000 Besucher, die sehen wollten, was wir hier geschafft hatten. Das hat viel Vertrauen wiederhergestellt“, erinnert sich der Neuhofer.

Seitdem hat Heurich die Finanzen des Vereins wieder auf gesunde Füße gestellt und weitere Modernisierungsarbeiten in die Wege geleitet, beispielsweise den Bau eines neuen Kleintierhauses. Vieles machen die Vereinsmitglieder auch ehrenamtlich. So wurden kürzlich beispielsweise der Katzenbereich neu gestrichen und die Quarantänestation gefliest.

800 bis 1200 Tiere finden laut Heurich im Verlauf eines Jahres ein vorübergehendes Zuhause im Tierheim. Hunde, Katzen, Kaninchen und andere Kleintiere werden gefüttert, gepflegt und tierärztlich versorgt. Sieben Tierpfleger und eine Schar ehrenamtlicher Mitarbeiter und Helfer sorgen dafür, dass es den Tieren gut geht. „Die Pfleger und Ehrenamtlichen machen einen super Job. Ohne ihre Unterstützung könnte ich gar nichts erreichen“, lobt Herbert Heurich sein Team.

Er selbst kümmert sich neben der Verwaltungsarbeit vor allem um die Hunde – fünf von ihnen sowie sieben Katzen hat er im Lauf der Jahre selbst ein Zuhause gegeben. Für den Neuhofer sind sie der Grund, seit so vielen Jahren auch dabei zu bleiben: „Die Arbeit mit den Hunden, zu sehen, wie vernachlässigte, misstrauische oder verhaltensgestörte Tiere Zutrauen fassen und für sie ein neues, gutes Zuhause zu finden – das ist der Lohn für meine Arbeit, deshalb mache ich sie“, sagt er.

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