Carsten Schütz aus Dipperz stellt sich dem „schwersten Quiz Deutschlands“

26. November 2017
Dipperz/Babelsberg

Dr. Carsten Schütz aus Dipperz wollte sich die 100.000 Euro holen. Am Donnerstagabend war er deshalb in der Show „Quiz Champion“ im ZDF zu sehen, um sich den Fragen von Johannes B. Kerner zu stellen und die Experten in ihren Fachgebieten zu schlagen. Ob er die fünf Experten schlagen konnte?

Von unserem Redaktionsmitglied Lisa Laibach

Um ins Finale zu kommen, das am gestrigen Samstag stattgefunden hat, musste der Kandidat alle Experten der fünf Kategorien schlagen. Axel Milberg (Literatur), Wigald Boning (Erdkunde), Steven Gätjen (Film und Fernsehen), Ulrich Wickert (Zeitgeschehen) und Laura Wontorra (Sport) galt es also für Carsten Schütz aus Dipperz zu besiegen. Wer zuerst drei Punkte in der Kategorie erspielte, hatte die Runde gewonnen. Bei Gleichstand erfolgte nach dem Punktestand 5:5 eine Stichfrage.

Der 45-jährige Richter und Direktor des Sozialgerichts Fulda hatte sich im vergangenen Jahr für die Sendung angemeldet. Im April war er schon einmal im Studio gewesen – kam aber nicht dran, da die anderen Kandidaten lange um den Einzug ins Finale kämpften. Es war also klar: Im November würde Schütz wieder nach Babelsberg reisen und sich dann selbst den Experten stellen.

Carsten Schütz aus Dipperz stellt sich dem „schwersten Quiz Deutschlands“

„Wirklich vorbereitet habe ich mich nicht“, erklärt der Dipperzer gegenüber fuldaerzeitung.de und sagt, dass er in dem Buch „Unnützes Wissen“ gelesen habe. „Das ist wirklich recht hilfreich. Es werden immer recht verrückte Fragen gestellt, damit die Kandidaten gegen die Experten auch eine Chance haben können.“ Solche Fragen werden in dem Buch beantwortet.

Ein wirklicher Quiz-Neuling ist Schütz aber nicht: Im vergangenen Jahr hat er bereits das Quiz „Wer weiß es?“ im hr gewonnen sowie „Das große Hessenquiz“ vor mehreren Jahren. Beste Voraussetzungen, um gegen fünf Experten anzutreten.

Carsten Schütz aus Dipperz stellt sich dem „schwersten Quiz Deutschlands“

Doch zuerst musste sich Schütz – der in seiner Freizeit im Fastnachtsverein, in einer Stiftung, im Pfarrgemeinderat sowie im Kunst- und Tischtennisverein aktiv ist – der Schnellraterunde stellen. Innerhalb von einer Minute galt es, mindestens sieben Fragen richtig zu beantworten – nach der neunten beendete er die Runde.

Und dann entschied der Zufallsgenerator: Der Dipperzer trat als erstes gegen Steven Gätjen in der Kategorie Film und Fernsehen an. Doch Schütz hat den Moderator in dieser Sendung nicht zum ersten Mal getroffen, wie er verrät: „Wir haben uns bei der James-Bond-Premiere von Spectre auf dem roten Teppich gesehen und uns drei Minuten unterhalten.“ Wie er gegenüber fuldaerzeitung.de sagt, sei Gätjen wirklich sehr nett gewesen.

Carsten Schütz aus Dipperz stellt sich dem „schwersten Quiz Deutschlands“

Als es bei den beiden 5:5 stand, folgte eine Stichfrage – bei der der Richter auf Schnelligkeit setzte. „Ich habe mir die Frage nicht angehört, sondern auf gut Glück sofort gebuzzert“, erklärt er. Was auch geklappt hat. Carsten Schütz schlug Gätjen.

Carsten Schütz aus Dipperz stellt sich dem „schwersten Quiz Deutschlands“

Danach folgte das Fachgebiet des Dipperzers: Zeitgeschehen gegen Ulrich Wickert. Wickert war auch derjenige, vor dem Schütz den meisten Respekt hatte. „Wickert weiß einfach wirklich viel.“ Doch auch den schlug Schütz nach dem Punktestand von 5:5 in der Stichfrage – die er ebenfalls auf gut Glück buzzerte und richtig beantwortete.

Carsten Schütz aus Dipperz stellt sich dem „schwersten Quiz Deutschlands“

Nun galt es, Wigald Boning in Erdkunde zu besiegen. „Wenn ich Probleme habe, dann in Erdkunde“, verrät Schütz am Samstagabend. Die erste Frage beantworteten sowohl Boning als auch Schütz noch richtig, bei der zweiten Frage – „Was ist das ‚Harpa‘“ – patzte Schütz. „Der Nachteil war, dass Wigald Boning so schnell geantwortet und gebuzzert hat. Ich konnte nur kurz überlegen, da die Zeit ja ablief“, sagt der Dipperzer. „Hätte ich etwas länger überlegen können, dann hätte ich die Frage vielleicht auch noch richtig beantwortet.“

„Es ist auch verrückt, was man hier alles wissen soll“, sagte Johannes B. Kerner im Laufe der Show. Nicht ohne Grund werde die Sendung das „schwerste Quiz Deutschlands“ genannt. Trotz der Frage, an der er letztendlich scheiterte, gab sich Schütz souverän und schlagfertig – und punktete mit seinem breitgefächerten Wissen in den verschiedenen Kategorien.

Aber vielleicht war es nicht das letzte Mal, dass Schütz in einer Quiz-Show zu sehen war: „Bei ‚Wer wird Millionär‘ versuche ich immer wieder mal, mich zu bewerben. Wer weiß, vielleicht klappt es irgendwann mal“, sagt der Richter.

Hier gelangen Sie zur ganzen Sendung von Donnerstagabend (Carsten Schütz ist ab 37:44 Minuten zu sehen).