Der Euro in der Krise: Friedrich und Weik fesseln Fuldaer Publikum (mit Video)

17. Mai 2017
Fulda

Düsteres Thema, begeisterte Zuhörer: Auf Einladung unserer Zeitung sprachen die beiden Bestsellerautoren Matthias Weik und Marc Friedrich in der Orangerie in Fulda über die Euro-Krise und vermochten ihr Publikum bei ihrem ersten Auftritt in Fulda fast eineinhalb Stunden lang zu fesseln.

Das Thema „Zerbricht die EU und der Euro?“ bot zwar wenig Anlass zur Euphorie, doch selten wurden so schlechte Nachrichten so mitreißend präsentiert.

Dass es bei diesem von unserer Zeitung veranstalteten Vortragsabend zur Sache gehen würde, dass kaum frohe Botschaften zu verkünden sein würden, hatte bereits der Verleger unserer Zeitung, Michael Schmitt, in seiner Begrüßung angekündigt – und vereinzelten Kritikern der Veranstaltung gegenüber klargestellt, dass nicht der Überbringer schlechter Nachrichten für die Lage verantwortlich zu machen sei.

Cargando reproductor ...

Wie enorm auf der anderen Seite das Interesse unserer Leserinnen und Leser an dem Thema ist, zeigte Schmitt mit der Zahl der Anmeldungen auf: Mit mehr als 1300 Rückmeldungen wurde selbst die Kapazität des Stadtsaals mit rund 750 Sitzplätzen bei Weitem gesprengt. „Für unsere politischen Veranstaltungen ist das ein Rekordwert“, unterstrich Schmitt.

Wer es in den Saal geschafft hatte, erlebte zwei Referenten, die bei allem gebotenen Ernst angesichts der dramatischen Lage gehörig aufdrehten, mit Spitzen wie Pointen nicht sparten, es vor allem aber schafften, die komplexen Vorgänge rund um die Finanz- und die Eurokrise auf ein leicht verständliches Level zu bringen.

Doch bei allem Charme, den Friedrich und Weik versprühten – in der Sache blieben die Ökonomen beinhart. Sie warfen der Politik kapitale Fehler vor und griffen vor allem die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB)auf das Schärfste an.

Anschließend stellten sich die beiden Referenten den Fragen des Nachrichtenchefs unserer Zeitung, Bernd Loskant. Tenor: Nicht nur Politiker, auch die Bürger hätten das Schicksal Europas in der Hand. Mehr lesen Sie in der Mittwochsausgabe der Fuldaer Zeitung und im E-Paper. / ms/kes