Deutsche Delegation in den USA: Jugendwerk organisiert Fachkräfteaustausch

15. November 2017
Fulda/Billings

Um einen Einblick in die Strukturen sozialer Arbeit in den USA zu bekommen, sind acht Personen aus Fulda und Kassel nach Billings in Montana gereist. Mit zwei Einrichtungen vor Ort will das Jugendwerk der AWO Nordhessen im Jahr 2019 einen Austausch veranstalten.

Das geht aus einer Pressemitteilung des Jugendwerks hervor, die Sie nun im Wortlaut lesen: Das Jugendwerk der Arbeiterwohlfahrt Nordhessen organisiert seit vielen Jahren regelmäßige Fachkräfteaustausche und Jugendbegegnungen mit unterschiedlichen Ländern und Partnern. Beispielsweise fanden schon Jugendbegegnungen mit Frankreich, Tschechien, England, Mazedonien und Rumänien statt.

Jugendliche Lebenswelten sind heute mehr denn je durch transnationale Erfahrungsräume geprägt. Kurz- und mittelfristige Auslandsaufenthalte ermöglichen Jugendlichen den Erwerb sozialer, sprachlicher und interkultureller Kompetenzen und können die Lebenswege von Jugendlichen entscheidend positiv beeinflussen.

Bei einem Fachkräfteaustausch profitieren Teilnehmenden von einem inhaltlichen Erfahrungsaustausch und erweitern ihre Kompetenzen in verschiedenen Bereichen der sozialen Arbeit. Hier fanden in der Vergangenheit diverse Fachkräfteaustausche mit der Türkei, Ghana, Aserbaidschan, Peru, Rumänien und Tschechien statt.

Zuletzt fand erstmalig ein Fachkräfteaustausch mit den USA statt. Eine Gruppe von acht Personen aus Kassel und Fulda sind nach Billings in Montana gereist, um dort einen Einblick in die Strukturen sozialer Arbeit zu bekommen.

Die Gruppe hat in diesem Herbst acht unterschiedliche Einrichtungen in Billings besucht. Besonders erfolgreich waren die Besuche bei Tumbleweed – einer Einrichtung für obdachlose Jugendliche und zwei örtlicher Highschools. Mit diesen beiden Einrichtungen soll im Jahr 2019 ein Austausch und Jugendbegegnung in Fulda stattfinden. Hierfür sollen Jugendliche aus der Highschool, welche gleichzeitig Teil des Tumbleweedprogrammes sind nach Deutschland kommen und andere Jugendliche kennenlernen, mit ihnen diskutieren und gegenseitig voneinander lernen.

Um einen umfassenden Einblick in die Sozialstrukturen und das alltägliche Leben in den USA zu bekommen, hat die Gruppe auch soziokulturelle Projekte und Einrichtungen besucht, welche der bekannten soziokulturellen Arbeit in Fulda und Kassel gleichen, in denen die Gruppenmitglieder tätig sind. Dies waren das Programmkino „Arthouse Cinema & Pub“, welches ähnlich dem Kino 35 in Fulda ist und die Straßenkunstgalerie „Underground Culture Krew“, welche den Projekten in der Kesselschmiede in Kassel ähnelten.