Drei Lehrer aus dem Landkreis sind für besonders innovative Konzepte gewürdigt worden

06. Januar 2014
Fulda

Drei Lehrer haben besonders gelungene Konzepte bei der innovativen Unterrichtsgestaltung kreiert – nun sind Carsten Rathgeber und Tobias Heitz von der Ferdinand-Braun-Schule Fulda sowie Frank Wagner von der Konrad-Zuse-Schule Hünfeld dafür ausgezeichnet worden.

Die drei Pädagogen waren zuvor mit ihren Teams im Rahmen des Wettbewerbs "Deutscher Lehrerpreis – Unterricht innovativ" von der zuständigen Jury in Berlin nominiert worden. Damit platzierten sie sich unter den bundesweit 16 besten Einsendungen zum Lehrerpreis, aus denen die späteren sechs Preisträger ausgewählt wurden. Für diese außerordentliche Nominierung wurden Rathgeber, Heitz und Wagner nun mit Urkunden und einem Gütesiegel ausgezeichnet.

Gemeinsam mit den Vertretern ihrer Schulen, Schulleiter Gerhard Herget von der Konrad-Zuse-Schule und dem stellvertretenden Leiter der Ferdinand-Braun-Schule, Thomas Remmert wurden die erfolgreichen Pädagogen vom Leitenden Schulamtsdirektor Stephan Schmitt, am Staatlichen Schulamt Fulda zuständig für die beruflichen Schulen, gewürdigt.

Frank Wagner, der mit seinem Team bereits zum zweiten Mal an diesem Wettbewerb teilnahm, entwickelte für den Wettbewerb ein Unterrichtskonzept für eine 12. Klasse der Fachoberschule Fachrichtung Wirtschaft und Verwaltung an der Konrad-Zuse-Schule in Hünfeld und Hilders.

Hintergrund des Konzepts ist die im Lehrplan verankerte Forderung, dass sogenannte fachpraktische Fertigkeiten durch fiktive Unternehmensgründung und Teilnahme an einer Wirtschaftssimulation vermittelt und geübt werden sollen.

Zentraler Punkt von Wagners Unterrichtskonzept war ein hohes Maß an Alltagsbezug und Praxisrelevanz: "Für die Schüler wurde ein eher langweiliges Thema so richtig spannend, da hier eine Unternehmensgründung möglichst wirklichkeitsnah durchgespielt wurde", erläutert der Lehrer.

Die Besonderheit dieses fächerübergreifend angelegten Projekts sind die vielen vernetzten und auf unterschiedlichen Ebenen angebotenen Lernmöglichkeiten, die durch selbstorganisiertes Lernen, Alltagsbezug und eine hohe Schülerorientierung gekennzeichnet sind.

Um das Thema "Energiewende" ging es dagegen im Unterrichtsbeitrag von Carsten Rathgeber und Tobias Heitz von der Fuldaer Ferdinand-Braun-Schule. Carsten Rathgeber hat dabei mit einem Grundkurs des Beruflichen Gymnasiums die mathematischen und technischen Aspekte der modernen Energietechnik erkundet; Tobias Heitz stellte mit einer Fachoberschulklasse die politischen Hintergründe der Energiewende in Deutschland dar.

Beide Klassen entwickelten jeweils unter Anleitung der Lehrer eine Unterrichtseinheit. Spannend für die Jugendlichen war dabei vor allem die Verbindung einer technischen Themenstellung mit mathematischen und politischen Aspekten.

Im Mittelpunkt stand hierbei das selbstorganisierte Lernen und Handeln: Die Schüler bildeten Teams und stellten Aspekte der modernen Berufswelt im Unterricht nach. Die Schüler mussten dabei in vielfältige und zum Teil widersprüchliche Rollen schlüpfen. Der so geplante Unterricht wurde schließlich in den Klassen durchgeführt und ausgewertet – und wird auch weiterhin angewendet werden. / han