Ein Virus, der sich gut verstecken kann

14.01.2017
Fulda

Quälende Bauchschmerzen, Durchfall, Erbrechen: Das hartnäckige Norovirus ist in diesem Winter besonders aktiv. Allein im Dezember hatten sich im Landkreis Fulda 99 Menschen infiziert – im Jahr davor waren es 20. Laut Robert-Koch-Institut (RKI) ist das aber noch kein Grund zur Beunruhigung.

„Dem Kreisgesundheitsamt wurden im vergangenen Jahr 389 Infektionen gemeldet. 2015 waren es 362“, sagt Stefan Waldmann, Pressesprecher des Landkreises. Insgesamt sei die Zahl also nicht außergewöhnlich hoch – lediglich der Erkrankungsgipfel habe sich verschoben: Während 2015 von Januar bis Juni die meisten Menschen erkrankten, waren die Zahlen 2016 am Jahresende besonders hoch.

Erkrankungswelle beginnt früh

Im Vergleich zu 2015 stieg die Zahl der Neuinfektionen im November von 5 auf 90, im Dezember von 20 auf 99. „Es kann immer wieder vorkommen, dass eine Erkrankungswelle etwas früher beginnt und die Häufungen bereits im November und Dezember auftreten“, erklärt Dr. Helmut Ernst vom Fuldaer Gesundheitsamt.

2017 scheint die Welle der Infektionen nicht abzuschwächen: In den ersten 10 Tagen wurden im Landkreis 14 Infektionen bekannt – und das sind nur die gemeldeten Fälle.

Eine Infektion müssen nur die Personen melden, bei denen die Gefahr, andere anzustecken, besonders hoch ist. Etwa Menschen aus der Lebensmittelindustrie oder Kindergärtner.

Neuer Virus im Umlauf

In diesem Winter infizieren sich wohl auch deshalb mehr Menschen, weil eine neue Virusvariante umgehe, hatte das RKI vergangene Woche gegenüber der Deutschen Presse-Agentur erklärt. Das Institut für Infektionskrankheiten gab aber gleichzeitig Entwarnung: „Das bedeutet nicht, dass das Virus gefährlicher ist. Es kann sich nur besser vor dem Immunsystem verbergen“, sagte Pressesprecherin Susanne Glasmacher.

Mit Wasser und Seife – vor allem vor dem Kontakt mit Lebensmitteln – kann die Übertragung des Virus vermieden werden. Ist ein Familienmitglied erkrankt, sollte es ausschließlich eigene Hygieneprodukte und Handtücher verwenden, rät das Gesundheitsamt. Empfohlen wird außerdem, Toiletten, Waschbecken und Türgriffe regelmäßig zu reinigen – am besten mit Einmalhandtüchern und -handschuhen. /bien

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