Entsetzt über Ausmaß der Rodungen: 250 Bürger demonstrieren gegen Windräder

15. November 2015
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Hünfeld/Hofbieber

Der Protest gegen den geplanten Bau von drei Windrädern auf der Rotlöwenkuppe reißt nicht ab. In dem frisch gerodeten Bereich zwischen Hünfeld-Dammersbach und Hofbieber-Traisbach haben am Sonntag 250 Bürger demonstriert. Viele Demonstranten zeigten sich entsetzt über das Ausmaß der Rodung.

Die Gegner sind optimistisch, den Bau der Windräder doch noch verhindern zu können. „Wenn der Verwaltungsgerichtshof Kassel in den nächsten Wochen unsere Naturschutz-Argumente sachlich prüft, kann er aus unserer Sicht nur zu dem Schluss kommen, dass die Windräder nicht gebaut werden dürfen“, sagte Siegfried Bug, Ortsvorsteher von Dammersbach und Sprecher der Bürgerinitiative. Er erklärte, die große Zahl der Bürger sei „ein beeindruckendes Zeichen“.

Theo Flügel (CDU), Erster Stadtrat der Stadt Hünfeld, versprach, die Stadt werde die Aktivitäten der Bürgerinitiative und der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz gegen den Windkraftprojekt weiter unterstützen. Die Stadt selbst besitzt kein Klagerecht. Flügel sagte, er wundere sich, dass es im Landkreis so wenig Protest gegen die Waldzerstörung für Windräder gebe. „Würde so viel Wald für eine Straße unwiederbringlich zerstört wie hier, stünde die Region Kopf“, sagte Flügel. / vn

Mehr Infos zu dem Protesttreffen am Montag in der gedruckten Ausgabe unserer Zeitung und im E-Paper.