Brand wirbt bei Nahles um Fortsetzung von “Fulda Futur”

11. Mai 2017
Fulda

Mittlerweile ist das Projekt “Fulda Futur“ nach zwei Jahren auf der Zielgeraden angelangt und startet erfolgreich in das dritte und damit vorerst abschließende Jahr. Jetzt wurde eine Bilanz gezogen.

Um eine Bilanz zu ziehen und das Jahr 2017 in den Fokus zu setzen, dazu hatte sich der Fuldaer Bundestagsabgeordnete Michael Brand auf dem Theresienhof mit Projektleiter Ulrich Nesemann vom Kommunalen Kreisjobcenter, Michael Becker als Geschäftsführer Perspektiva und Joachim Penz als Projektkoordinator getroffen. Sie lesen eine Pressemitteilung des Wahlkreisbüros Michael Brand (CDU) im Wortlaut:

„Fulda Futur ist eine Erfolgsgeschichte für Menschen, die besondere Unterstützung brauchen“, zeigte sich Brand überzeugt, der das Projekt zur intensivierten Eingliederung und Beratung behinderter Menschen immer wieder begleitet hat. Der Bund unterstützt „Fulda Futur“ mit 350.000 EURO über 3 Jahre. „Aus meiner Sicht ist es absolut wünschenswert, dass dieses Projekt in der nächsten Wahlperiode fortgesetzt und die Bereitstellung von Fördermitteln verlängert wird.

Aus diesem Grund habe ich mich an Arbeitsministerin Nahles gewandt und zudem vorgeschlagen in Fulda eine zentrale Veranstaltung zu organisieren, in der alle Projekte des Bundesprogramms evaluiert und Ergebnisse ausgetauscht werden. Ich hoffe, dass die Argumente überzeugen und die Ministerin meine Vorschläge aufgreift.“

Ziel des Projektes ist es, der Benachteiligung von Menschen mit Behinderung in der Arbeitswelt entgegenzuwirken, Menschen mit Behinderung auszubilden und dauerhaft zu beschäftigen. Ebenso sollen Entscheider in den Betrieben, Personalchefs, Abteilungsleiter, Ausbilder und Meister sensibilisiert und geschult werden, damit noch mehr Menschen mit Handicap ihre Talente in der Arbeitswelt einbringen können. Das Projekt „Fulda Futur“ ist Teil eines bundesweiten Initiativprogramms der Bundesregierung.

Der Landkreis Fulda und die Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda hatten hier vor zwei Jahren federführend die Initiative zur regionalen Umsetzung ergriffen.

Wie Projektkoordinator Penz erläuterte, werde in den Teilprojekten „Chefs gewinnen“, „Menschen mit Behinderung ergreifen ihre berufliche Chancen“ und „Beratungskompetenz sichern“ sehr engmaschig zusammengearbeitet. „Über die IHK und Kreishandwerkerschaft sind die Unternehmen im Landkreis mit einer großen Resonanz breitgefächert informiert worden“, so Penz.

„Auch die Arbeitsuchenden mit Schwerbehinderung haben aktiv das Angebot genutzt, so dass bereits nach den ersten beiden Jahren mehr Vermittlungen zustande gekommen sind als für den gesamten dreijährigen Zeitraum geplant waren. Dieses Ergebnis ist der vielfältigen handwerklichen Kleinarbeit des Teams von Perspektiva und ebenso dem guten Zusammenspiel mit den Mitarbeitern des Kommunalen Kreisjobcenters und der Agentur für Arbeit sowie der großen Bereitschaft der Arbeitgeber zur Einstellung zu verdanken.“

In dem Teilprojekt „Schule“, so verdeutlichte Penz, sollen Schüler als potentielle Entscheidungsträger von Morgen an die Thematik Inklusion in der Arbeitswelt herangeführt werden. So seien beispielsweise Lehrer und Schüler der Freiherr vom Stein- und der Winfriedschule mit großem Engagement beteiligt. „Es wurden unterschiedliche Projekte in Ethik-, Kunst- und Sportunterricht sowie an Orientierungstagen, in Teamtrainings oder bei Stadtführungen mit Blindenstock oder Rollstuhl umgesetzt.“

Aufgrund der hessenweit positiven Erfolgsbilanz, die bei einem Austauschtreffen der in Hessen beteiligten Kommunen am Bundesprojekt deutlich kommuniziert wurde, und aufgrund der Notwendigkeit einer bundesweiten Verknüpfung sprach Ulrich Nesemann den Wunsch nach einer Weiterführung des Programmes aus. Er verdeutlichte, dass in vergleichbaren Projekten eine Laufzeitverlängerung zur weiteren Stabilisierung in der Vermittlung beigetragen hätte. Dies habe für die Arbeitsuchenden eine erhebliche Verbesserung ihrer Lebensqualität und eine Entlastung der Kosten für die Solidargemeinschaft mit sich gebracht.

Foto: privat