Fachmann: Zwei-Prozent-Ziel erschwert Einigung über Windkraft

27. August 2013
Region

Zwei Prozent der hessischen Landesfläche sollten eigentlich für die Windkraft reserviert sein. Ob daraus etwas wird, ist nach Einschätzung von Experten aber fraglich - zu heftig wird über die Energieform gestritten. Eine Fläche von sech Prozent hätte man vereinbaren müssen, damit am Ende zwei Prozent herauskommen, sagt Experte Joachim Wierlemann.

Die frühzeitige Festlegung auf zwei Prozent der hessischen Landesfläche für Windräder bringt dieses Ziel nach Ansicht von Fachleuten in Gefahr. In den Politikerköpfen habe die Energiewende zwar stattgefunden, aber um konkrete Standorte werde so heftig gestritten, dass schließlich weniger als zwei Prozent übrigbleiben könnten, kritisierte Joachim Wierlemann, hessischer Landesvorstand des Bundesverbands Windenergie, am Dienstag beim zweiten «Windbranchentag Hessen». «Das größte Problem ist die Akzeptanz vor Ort.»

Mindestens sechs Prozent der Landesfläche hätten in den offengelegten Planungsunterlagen für die Windenergie reserviert werden sollen, damit die angestrebten zwei Prozent am Ende erreicht werden, sagte Prof. Martina Klärle von der Fachhochschule Frankfurt. Erfahrungen mit anderen Planungen zeigten, dass rund 30 Prozent des vorgeschlagenen Umfangs auch in die Tat umgesetzt werden. / dpa