Fliedener Gemeindevertreter einstimmig gegen Nutzung des Waldes als Windkraftfläche

01. Juni 2015
Flieden

Die Gemeindevertreter lehnen es einstimmig ab, dass die Regionalversammlung auf Fliedener Gebiet Windkraftflächen ausweist. Vor der zweiten Offenlegung hatte das Regierungspräsidium eine Fläche im Arzwald bei Magdlos im Drei-Länder-Eck zu Vogelsberg und Main-Kinzig neu als Windfläche vorgesehen.

Bürgermeister Christian Henkel (CDU) stellte die Fliedener Stellungnahme vor. Darin verweist die Gemeinde darauf, dass die ursprünglichen Naturschutzbedenken gerechtfertigt seien. Diese hatten dazu geführt, dass der Arzwald in der ersten Offenlegung nicht als Windgebiet vorgesehen war.

Die Gemeinde unterstreicht, dass in dem Gebiet der Rotmilan, der Schwarzstorch und jüngst auch die geschützte Mopsfeldermaus festgestellt worden seien. Das Vorkommen weiterer Fledermausarten sowie von Waldschnepfe und Haselmaus habe die Regionalplanung nicht gewürdigt.

Ein weiteres Argument entwickelt die Gemeinde aus einem Gutachten, das 1996 für das Regierungspräsidium erstellt wurde. Demnach leben im Arzwald so viele bemerkenswerte Tier- und Pflanzenarten – Grund genug, das Gebiet als Landschaftsschutzgebiet nach dem Naturschutzgesetz auszuweisen.

Ein Großteil des betroffenen Gebiets sei zudem Wasserschutzgebiet. Der Arzwald sei ein das Landschaftsbild prägender Höhenzug und das ganze Jahr über ein wichtiges Naherholungsgebiet. Die Gemeinde fordert, dass das Drei-Länder-Eck regierungspräsidiumsübergreifend betrachtet werde, da auch im Vogelsberg und im Main-Kinzig-Kreis Windkraftflächen vorgesehen sind.

Schließlich erinnert Flieden daran, dass die Landesregierung im Koalitionsvertrag zugesagt habe, beim Ausbau der Windkraft die Interessen der Bürger zu berücksichtigen. Die Fliedener Gemeindevertretung und die Ortsbeiräte von Stork, Magdlos und Buchenrod hätten die Flächen aber abgelehnt.

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