Freie Sicht auf die Andromeda-Galaxie: Der Sternenhimmel im November

01. November 2017
Rhön

Wo künstliches Licht sich Nacht und Natur unterordnet, wird der Himmel zur glanzvollen Kuppel eines riesigen Doms. Das können Sternenbeobachter auch im Winter sehen. Dann sogar besonders gut, da die Dunkelheit bereits am frühen Abend einsetzt.

Wie der Rhöner Nachthimmel im November steht, lesen Sie in einer Pressemitteilung des Sternenparks im Biosphärenreservat Rhön: Vom westlichen Ende des alles überspannenden Milchstraßenbogens grüßt noch einmal das Sommerdreieck mit den auffallend hellen Sternen Atair, Deneb und Wega. Im Osten erscheinen bereits Vorboten des Winters, die Sternbilder Fuhrmann, Stier, Orion und Zwillinge. Vom Zenit blickt das Flügelpferd Pegasus zu uns herab.

Sein quadratischer Leib markiert als „Herbstviereck“ die jetzige Jahreszeit. Ganz in seiner Nähe, mitten in der Milchstraße, funkeln prachtvoll die Sterne von Kassiopeia und Perseus. Etwa 2,5 Millionen Lichtjahre weit reicht unser Blick zu einem nebelartigen Fleck zwischen Andromeda und Kassiopeia, zur Andromeda-Galaxie. Sie ähnelt unserer Milchstraßenheimat, ist aber größer und enthält viele hundert Milliarden Sterne.

Freie Sicht auf die Andromeda-Galaxie: Der Sternenhimmel im November

Überm Kopf des Perseus glitzern zwei wunderschöne Perlenkugeln. Sie bestehen aus hunderten einzelner Sterne und sind circa 7000 Lichtjahre von uns entfernt. Im Nordhimmel sehen wir den großen und den kleinen Wagen (mit Polarstern am Deichselende) sowie den Drachen. Die Südhälfte der Himmelskuppel beherbergt Widder, Fische, Walfisch und Wassermann.

Von Nordost nach Südwest verläuft, von den Zwillingen kommend, der Weg der Planeten und des Mondes. Frühaufsteher finden dort zunächst Mars, dann Jupiter und Venus. Besonders eindrucksvoll ist es im Osten vom 13. bis 16. November, wenn sich die dünne Mondsichel hinzugesellt.

Neumond ist am 18. November, Vollmond bereits am 4. November. Wer will, kann überdies versuchen, sich in der zweiten Nachthälfte von Sternschnuppen beglücken zu lasen. Sie scheinen aus dem Löwen zu zischen (mit Maximum am 17. und 18. November) und aus dem Stier (von 4. bis 10 November).