Fuldaer Grüne kritisieren die weitere Zulassung von Glyphosat

06. Dezember 2017
Fulda

Glyphosat sei ein Allround-Herbizid, das alle grünen Pflanzenteile vernichte. Es dezimiere die Artenvielfalt und stehe weiter im Verdacht, krebserregend zu sein. „Darum hat es auf den Äckern nichts mehr zu suchen“, betont Knut Heiland, Sprecher des Grünen-Kreisverbandes.

„Die weitere Zulassung des Total-Herbizids Glyphosat durch den EU-Ministerrat führt umweltpolitisch und landwirtschaftlich in eine Sackgasse und schreibt eine falsche Landwirtschaftspolitik über Jahre fest“, kritisiert Knut Heiland.

Heiland weiter: „Es ist unglaublich, dass die Bundesregierung – anders als in vorangegangen Abstimmungen, bei denen sich Deutschland enthalten hatte – für die Zulassung um weitere fünf Jahre gestimmt hat. Somit kam keine Mehrheit gegen das Pflanzengift zustande.“ Die biologische Landwirtschaft zeige seit Jahren, dass man gemäß guter landwirtschaftlicher Praxis auch ohne dieses Gift arbeiten könne.

Die Grünen seien froh, dass in Hessen bereits auf die möglichen Risiken von Glyphosat reagiert wurde und Umweltministerin Priska Hinz per Erlass mit einer strikten Einschränkung zur Anwendung von Glyphosat im öffentlichen Raum reagiert hat. / ls