Unwetter sorgt für kurze Nacht bei der Feuerwehr – heute nächste Warnung

01. August 2017
Fulda

Versperrte Straßen durch umgestürzte Straße und Blitzeinschläge: Ein Gewitter hat in Osthessen für eine kurze Nacht bei Feuerwehr und Polizei gesorgt. Indes kann es im Laufe des Dienstags zur vierten Unwetterwarnung für den Landkreis Fulda innerhalb von zwölf Tagen kommen.

Update: Der Deutsche Wetterdienst hat die Unwetterwarnung für den Kreis Fulda am Dienstagabend aufgehoben. Angekündigt waren bis Mitternacht schwere Gewitter.

Ein Unwetter hat am Dienstagmorgen für zahlreiche Feuerwehreinsätze in großen Teilen von Osthessen gesorgt. Im Raum Fulda zählte die Polizei bis zum Morgen rund 25 Einsätze, bei denen es vor allem um umgestürzte Bäume und Gullydeckel ging, die vom Wasser hochgedrückt wurden.

Laut Polizeisprecher Martin Schäfer wurden die ersten durch das Gewitter ausgelösten Einsätze gegen kurz nach 4 Uhr gemeldet. Betroffen sei das ganze Kreisgebiet gewesen – also sowohl der Landkreis Fulda als auch die Stadt Fulda. „Zum Glück sind keine Personen zu Schaden gekommen“, bilanzierte Schäfer auf Nachfrage unserer Zeitung.

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Starkregen, Hagel, Sturm: Nächste Unwetterwarnung für Landkreis Fulda?

Nächste Unwetterwarnung für den Landkreis Fulda? Nach einer Vorabinformation des Deutschen Wetterdienstes (DWD) könnte auf die Region eine Nacht mit heftigem Starkregen, starkem Hagel und orkanartigen Böen zukommen.

Auch für Bahnreisende führte das Unwetter in Osthessen zu Behinderungen. Gegen 9 Uhr hatten die Schnellzüge nach Leipzig, Berlin, München und Hamburg am Bahnhof in Fulda noch bis zu 35 Minuten Verspätung. Dasselbe traf auf die am Morgen in der Domstadt aus München, Hamburg und Frankfurt eintreffenden ICEs zu.

Durch Starkregen wurden nach Polizeiangaben unter anderem in Fulda in der Von-Schildeck-Straße, in der Frankfurter Straße und in der Künzeller Straße sowie in Künzell in der Keuloser Straße und im Harbacher Weg sowie in Flieden-Rückers Gullydeckel hochgedrückt worden. Zwischen den Neuhofer Ortsteilen Hauswurz und Rommerz fielen abgebrochene Äste auf die Straße.

Beim Fliedener Weiler Kautz versperrte eine umgestürzte Birke die Straße. In Künzell in der Turmstraße löste eine Alarmanlage durch das Gewitter aus. Die Feuerwehr registrierte zum Glück nur einen Fehlalarm. In der Kolpingstraße in Neuhof war die Feuerwehr zudem wegen eines vollgelaufenen Kellers im Einsatz. Gegen kurz vor 6 Uhr am Dienstagmorgen war dann das Gewitter vorbeigezogen.

Mit umgestürzten Bäumen und dadurch blockierten Straße hatte auch die Feuerwehr im Vogelsbergkreis zu tun. Betroffen davon war laut der Polizei vor allem der Altkreis Lauterbach. Dort stürzten vier Bäume um. Zwischen den Herbsteiner Ortschaften Altenschlirf und Steinfurt auf der Kreisstraße K89m auf der K877 zwischen Radmühl und Oberreichenbach sowie auf der Salzbachstraße in Freiensteinau-Radmühl ging zwischenzeitlich nichts mehr.

Unwetter verläuft im Vogelsbergkreis glimpflich

Zur Beseitigung der Bäume rückten Feuerwehrleute mit Motorsägen an. „Dank des raschen Eingreifens der alarmierten Feuerwehren waren bis zum frühen Morgen die versperrten Straßen wieder befahrbar, sodass es zu keinerlei nennenswerten Behinderungen kam“, erklärte ein Sprecher der Polizei.

Auf der Bundesstraße 62 bei Alsfeld kam es zu einem Verkehrsunfall, bei dem die Feuerwehr der Stadt Alsfeld im strömenden Regen Hilfe leisten musste. Auch die Feuerwehr der Stadt Schlitz musste in der Nacht zum Dienstag ausrücken, allerdings nicht im Zusammenhang mit dem Unwetter. Die Feuerwehrleute unterstützten den Rettungsdienst bei einem medizinischen Notfall im Stadtgebiet.

Blitze schlagen in Wohnhäuser ein

Betroffen von dem Unwetter war aber zuvor schon vor allem der Großraum Wiesbaden gewesen. In den Stadtteilen Wiesbaden-Breckenheim und Wiesbaden-Medenbach fiel der Strom aus. In Eppstein (Main-Taunus-Kreis) hatten die Einsatzkräfte nach Angaben eines Sprechers mit einem größeren Wasserrohrbruch zu kämpfen. Nach Angaben der Wiesbadener Polizei sind viele Bäume unter anderem auf parkende Autos gestürzt.

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Wieder Unwetterwarnung für Osthessen! Diesmal 24 Stunden wegen Dauerregens

Schon wieder eine amtliche Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) für den Landkreis Fulda! Dieses Mal warnen die Wetterexperten vor ergiebigem Dauerregen. Die Warnung gilt seit Dienstagfrüh und endet erst nach 24 Stunden.

Die Gewitterfront erreichte die dortige Region gegen 2.45 Uhr und dauerte etwa anderthalb Stunden. Die drei Wiesbadener Berufsfeuerwehren und alle freiwilligen Feuerwehren rückten zu rund 130 Einsätzen aus. Umgefallene Bäume versperrten noch am Morgen drei Verbindungsstraßen zwischen Wiesbaden und Taunusstein. Die Bundesstraßen 54 und 417 sowie die Lahnstraße mussten freigeräumt werden.

In Mittelhessen berichtete die Polizei von zwei Blitzeinschlägen in Wohnhäuser. Sowohl in der Wetterau als auch in Marburg schlug der Blitz dabei jeweils in den Dachstuhl ein. Es kam zu Bränden. Verletzt wurde niemand. Auch im Frankfurter Stadtteil Niederursel brannte am Morgen der Dachstuhl eines Wohnhauses. Ein Feuerwehrsprecher ging auch hier von einem Blitzeinschlag als Brandursache aus.

Erneute Unwetterwarnung für Fulda am Dienstag?

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach kündigte für den Dienstag indes weiter kräftige Schauer und Gewitter an. Im Tagesverlauf steige die Wahrscheinlichkeit für Unwetter mit heftigem Starkregen, Hagel und Sturmböen wieder an. Gegen kurz nach 8 Uhr am Dienstag verschickte der DWD für den Landkreis Fulda eine erneute „Vorabinformation vor schweren Gewitter“.

Diese ist von Dienstag, 12 Uhr, bis voraussichtlich Mittwoch, 0 Uhr, gültig. „Ab Dienstagmittag steigt die Gefahr schwerer Gewitter an“, erklärt der Wetterdienst. „Dabei muss mit heftigem Starkregen zwischen 25 und 40 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit, schweren Sturmböen um 100 km/h, vereinzelt auch Orkanböen um 120 km/h und Hagel um drei Zentimeter Korndurchmesser gerechnet werden.“

Der DWD teilte mit, dies sei erneut „ein erster Hinweis auf erwartete Unwetter“. Er solle die rechtzeitige Vorbereitung von Schutzmaßnahmen ermöglichen. Die Prognose werde in den nächsten Stunden konkretisiert. Bereits am Montag hatte der Wetterdienst eine solche Vorabinformation verschickt, um dann in der Nacht zu Montag um 3.42 offiziell eine Unwetterwarnung herauszugeben. Diese wurden dann um 4.23 Uhr aber schon wieder aufgehoben. Es war die dritte Unwetterwarnung innerhalb von elf Tagen für den Landkreis Fulda. / sar, dpa, pw

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Schwere Gewitter in Osthessen: Wetterdienst hebt Unwetterwarnung auf

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte vor schwerem Gewitter am Mittwochabend im Landkreis Fulda gewarnt. Es gelte die Gefahrenstufe 3 von 4. Gegen kurz vor Mitternacht wurde die Warnung wieder aufgehoben.