Grüner Baum in Margretenhaun, Puppenhaus in Dipperz und Freibad Bieberstein leiden unter Hochwasser-Folgen

11. Mai 2018
Region

Zwei Gaststätten und viele privaten Haushalte haben nach dem Unwetter am gestrigen Feiertag mit teils schweren Folgen zu kämpfen. Das Restaurant Puppenhaus in Dipperz und der Grüner Baum in Margretenhaun müssen die nächsten Tage, auch an Muttertag, geschlossen bleiben.

Dipperz, Kleinsassen, Langenbieber und Magretenhaun hat das Unwetter am heftigsten erwischt: In allen Orten laufen noch immer die Aufräumarbeiten.

Erneut leidet die Gaststätte Grüner Baum in Magretenhaun unter den Folgen der Überschwemmung, die auch Ende April schon einmal den Betrieb der Gaststätte auf den Kopf gestellt hatte.

Auch das Restaurant Puppenhaus in Dipperz muss wegen schwerwiegender Beschädigungen über Muttertag geschlossen bleiben.

Grüner Baum in Margretenhaun, Puppenhaus in Dipperz und Freibad Bieberstein leiden unter Hochwasser-Folgen

In Langenbieber hat es insbesondere das Freibad Bieberstein erwischt: Ursprünglich sollte in der kommenden Woche, am Pfingstsamstag, geöffnet werden. Wegen der starken Überflutung verschiebt sich der Start der Badesaison allerdings auf unbestimmte Zeit.

Grüner Baum in Margretenhaun, Puppenhaus in Dipperz und Freibad Bieberstein leiden unter Hochwasser-Folgen

Die Gemeinde Hofbieber bittet alle Schwimmbadbesucher und Freunde des Freibades um Verständnis und gibt bekannt, sobald das Eröffnungsdatum absehbar ist.

Die Feuerwehr Hofbieber berichtet, dass große Teile der Dorfmitte Kleinsassens bis zu einem Meter unter Wasser standen, etliche Keller seien vollgelaufen, Wasser und Straßen entwickelten sich zu reißenden Strömen und wurden zeitweise gesperrt. Etwa 40 Einsatzstellen bewältigte die Feuerwehr Hofbieber mit 130 Einsatzkräften.

In Kleinsassen war bis in die Abendstunden am Freitag noch die Ortsdurchfahrt gesperrt.

Die Johanniter-Hilfsgemeinschaft (JHG) Osthessen hat ein Spendenkonto für vom Hochwasser betroffene Haushalte eingerichtet. „Was am Donnerstag passiert ist, ist eine echte Katastrophe. Das Ausmaß ist erst am Freitag richtig deutlich geworden“, sagt JHG-Vorsitzender Dr. Jan Olischläger, der in Langenbieber wohnt.

Viele Menschen seien von den Wassermassen überrascht worden. „In den betroffenen Dörfern sind zwar etliche Helfer dabei, die tatkräftig anpacken. Aber manche Familien haben gar nicht damit gerechnet, dass es einmal bei ihnen zu Hochwasser kommt und deswegen keine Versicherung abgeschlossen“, erklärt Olischläger. Deshalb sei auch finanzielle Hilfe nötig.

Die Aktion werde zudem von den Bürgermeistern Carsten Froß (Petersberg), Markus Röder (Hofbieber) und Klaus-Dieter Vogler (Dipperz) unterstützt. In Zusammenarbeit mit den Gemeinden sollen dann diejenigen Haushalte gefunden werden, die die Spenden am dringendsten benötigen.

Das Konto der Johanniter-Hilfsgemeinschaft ist bei der Sparkasse Fulda eingerichtet worden, Stichwort: „Opfer Flutwelle Osthessen“, IBAN: DE04530501800000003337. / kir, erz