Happy-End für „McLaren-Beißer“: Esel Vitus hat eine neues Zuhause in der Rhön gefunden

13. September 2017
Tränkhof

Esel Vitus hat ein neues Zuhause. Das zwölf Jahre alte Tier wurde vor einem Jahr deutschlandweit berühmt, nachdem es in einen 300.000 Euro teuren, orangefarbenen McLaren gebissen hatte. Das Tier habe das Auto für eine übergroße Karotte gehalten, so die Erklärung der Polizei damals. Nun ist der Esel von Schlitz in den Poppenhausener Ortsteil Tränkhof umgezogen.

Bislang lebte der Esel auf dem Hofgut der Lebensgemeinschaft Sassen bei Schlitz. Anfang August hat die Geschäftsleitung des Hofguts sich dann entschieden, ihn abzugeben. Wieso, dazu wollte man sich nicht äußern.

Der Vierbeiner lebt von nun an auf dem Hof von Christina Hahner. Ein kurzes Telefonat, ein Besuch des Vorbesitzers auf dem Hof der Hahners und der Umzug war besiegelt. Auf dem Gut in Tränkhof sind neben den Eseln 80 Milchkühe und drei Hunde zu Hause.

Mona und Resi heißen die beiden Eselinnen, die sich an den stürmischen Vitus noch gewöhnen müssen. Am ersten Tag in seinem neuen Heim hatte Vitus die Kuhherde aufgemischt. „Die Kühe rannten alle davon und Vitus hinterher. Dass er eine Schwäche für Kühe hat, wusste ich vom Vorbesitzer. Nun steht er aber mit Mona und Resi auf der Koppel. Anfangs ließen die zwei viel Abstand. Doch mittlerweile darf er sich nähern. Gelegentlich kommt er sogar sehr nah“, freut sich die neue Besitzerin.



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Bis in die ZDF-Show „Da kommst Du nie drauf!“ Die große Show der schrägen Fragen“ hat es der Schlitzer Esel geschafft, der im September 2016 in einen orangefarbenen Sportwagen gebissen hatte. Durch eine Frage in der Quiz-Sendung wird er erneut zum TV-Star.

Esel hält die junge Mutter aus Leidenschaft und damit die Kinder ab und an einmal darauf reiten können. Bisher musste sie Deckhengste ausborgen, um für Nachwuchs zu sorgen. Seitdem Vitus einzog, ist diese Aufgabe hinfällig. „Ich war wieder auf der Suche nach einem Hengst für die beiden Stuten.“

Der zwölfjährige Esel ist nicht kastriert. Er soll Nachkommen zeugen. Bei den beiden Damen stoßen seine Annäherungsversuche noch auf Ablehnung: Meistens erhält er einen kräftigen Tritt oder einen Biss. Aber die 31-Jährige zeigt sich zuversichtlich: „Esel sind ein ganzes Jahr trächtig. Bereits am zweiten Tag auf dem Hof könnte es geklappt haben mit dem Nachwuchs, aber das wird sich zeigen.“ Sie möchte keine Zucht betreiben, aber die Nachfrage an Eselfohlen sei hoch.

Für Christina Hahner und ihre kleine Familie ist der Zuwachs in der Herde ein Lebenstraum – und auch für Vitus scheint der Umzug an den Tränkhof in der Rhön ein Glücksfall. Sieht aus wie ein Happy-End für den berühmten „McLaren-Beißer“. / jev