Jahresrückblick 2017: Bombendrohung und herrenloser Koffer halten die Polizei auf Trab

30. Dezember 2017
Region

Ein herrenloser Koffer und eine Bombendrohung fürs Arbeitsamt: Ausnahmezustand bei der Polizei. Wir haben nachgefragt, was sich in solchen Situationen im Polizeipräsidium abspielt.

„Wenn eine solche Meldung bei uns eingeht, ist die Stimmung schlagartig angespannt. Dann geht alles ganz schnell“, erzählt Polizeipressesprecher Wolfgang Keller.

Sofort werden Beamte losgeschickt, die die Situation vor Ort ausloten, den Bereich absperren und evakuieren. Parallel wird der Sachverhalt im Hintergrund weiter geprüft. Wo ist das gefährdende Objekt? Wer könnte dahinter stecken? Wie kann die Situation entschärft werden?

„Gerade bei solchen Drohungen ist immer die Frage, wie ernst die Lage ist. Im Zweifel nehmen wir die Sache aber lieber ernst als auf die leichte Schulter“, erklärt Keller.

Nicht selten wird Unterstützung angefordert. Spürhunde, die auf Drogen und Sprengstoff anschlagen, kann das Polizeipräsidium schnell zur Verfügung stellen. Bombenentschärfer müssen beim Landeskriminalamt angefordert werden. Je nachdem, wer in Hessen gerade Bereitschaftsdienst hat, dauert das.

Kommt die Polizei zu dem Schluss, dass keine Gefährung vorliegt, werden die Beamten vor Ort so schnell es geht abgezogen und der Status Quo wiederhergestellt.

Vor dem Hintergrund der Terrorakte, die in den vergangenen Jahren Europa erschüttert haben, seien die Beamten sensibler für Bedrohungen dieser Art geworden. Keller sagt: „Natürlich lassen diese Ereignisse auch uns nicht kalt. Die Anzahl der Bedrohungen in Osthessen haben aber nicht zugenommen in den vergangenen Jahren. Und auch die Fuldaer sind erfreulich entspannt und reagieren nicht bei jeder Kleinigkeit über.“

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