Junge Fuldaer Mutter hilft mit, Straßenhunde in Rumänien zu retten

02. August 2017
Fulda/Frankfurt

Die gebürtige Fuldaerin Stefanie Wutke hilft in dem Verein „Deutschland sagt Nein zum Tiermorden (DsN) – Tierschutz für alle“ mit, Straßenhunde und Katzen aus Rumänien zu retten. Auch die in Ziehers Süd aufgewachsene 31-jährige Mutter hat einen Hund aus Rumänien.

„Wir haben allein durch Spenden eine eigene Farm in Giurgiu/Rumänien gekauft“, berichtet Stefanie Wutke. „Dort befinden sich zur Zeit 400 Hunde und 80 Katzen, die tagtäglich Futter brauchen. Viele Hunde kommen von der Straße, sie werden ausgesetzt und einfach ihrem Schicksal überlassen. Sie streunen umher, immer auf der Suche nach Futter, bis sie keine Kraft mehr haben. Wir retten sie von der Straße oder aus dem öffentlichen Shelter, wo die Tiere ja praktisch zum Tode verurteilt sind.“

„Die Hunde, die in Obhut des Vereins sind, werden geliebt, und das spüren die Hunde – auch solche denen Schreckliches widerfahren ist. Sie lernen wieder zu vertrauen“, erklärt die 31-Jährige, die mit ihrer Tochter Madison Jolie in Frankfurt-Sindlingen wohnt. „Unser Verein kümmert sich um alles – ärztliche Versorgung, Kastration. Alle Hunde werden gechipt und geimpft. Sobald sich eine Pflege- oder im besten Fall eine Endstelle gefunden hat, gehen immer wieder einige Hunde auf Reisen.“

Auch die gebürtige Fuldaerin hat mittlerweile einen Hund aus Rumänien. „Mein Hund Teddy ist 2012 gestorben, und nach zwei Jahren fühlten sich meine Tochter und ich uns bereit, wieder ein neuen Hund in unser Herzen zu lassen.“ Dann stieß die junge Mutter im Internet durch Zufall auf die Facebook-Seite des Vereins. „Ich habe dann direkt wen angesprochen, und alles andere ergab sich. Kurz darauf, im April 2015, kam dann unsere Gina zu uns. Da war sie fünf Monate alt.“

Offiziell wurde Stefanie Wutke am 1. Januar 2016 Mitglied bei DsN. „Vor Ort in Giurgiu war ich leider noch nicht, aber ich bin dafür ein aktives Mitglied“, erzählt sie. „Der Vorstand berichtet uns über die interne Seite regelmäßig von allen Aktivitäten. Dadurch wissen wir alle, was zu tun ist, wo gerade der Schuh drückt. Alle, die nicht vor Ort sein können, unterstützen den Verein, wo sie können. Wir tun alles, damit wir so viele Menschen wie möglich erreichen und aufklären können.“

Junge Fuldaer Mutter hilft mit, Straßenhunde in Rumänien zu retten

Von Rumänien an den Main: Gina beim Auslauf. / Foto: privat

Mehr Informationen zu dem Tierschutzverein gibt im Internet unter deutschlandsagtnein.org sowie auf der DsN-Facebookseite. Die Hunde aus Rumänien „sind genauso tolle Hunde, wie sie die Menschen in Deutschland bei sich zu Hause auf der Couch haben“, sagt Stefanie Wutke. „Sie möchten einfach nur geliebt werden.“ / sar