Kaum Sonne, weniger Besucher: Freibad Rosenau bleibt dennoch offen

22. August 2014
Fulda

Das durchwachsene Sommerwetter trübt die Besucher-Bilanzen von Hessens Freibädern. In Frankfurt sind schon drei Freibäder geschlossen. Das Freibad Rosenau in Fulda bleibt dagegen offen.

Viele Freibäder in Hessen beklagen geringere Besucherzahlen in diesem Sommer. Doch trotz des anhaltend durchwachsenen Wetters halten sie an ihren Öffnungszeiten fest, wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa ergab. Nach Angaben des Hessischen Heilbäderverbands bleiben die meisten Freibäder trotz allem bis Anfang oder Mitte September geöffnet.

In FULDA wird das Freibad Rosenau bis mindestens zum 7. September geöffnet bleiben. Alle Becken sind beheizt und 22 oder 23 Grad warm. In den vergangenen zwei Wochen kamen laut der Bäder Betriebs GmbH täglich zwischen 120 und 2300 Besucher. Das Wetter verhagelte auch hier ordentlich die Bilanz. «Zurzeit haben wir knapp 35.000 Besucher weniger als im Vorjahreszeitraum», erläuterte Eric Voß als Geschäftsführer der Bäder Betriebs GmbH.

Die Stadt FRANKFURT zog indes schon Konsequenzen aus der kühlen Witterung und den schlechten Wetterprognosen. Die unbeheizten Freibäder Brentano, Eschersheim und das solar beheizte Freibad Nieder-Eschbach sind seit Donnerstag vorübergehend geschlossen. Sie geöffnet zu lassen, sei aus wirtschaftlichen Gründen nicht vertretbar, sagte der Geschäftsführer der Bäderbetriebe Frank Müller. Wenn sich wieder stabiles Sommerwetter einstellen sollte, könnten sie wieder öffnen. Hartgesottene können derweil die beheizten Freibäder Bergen-Enkheim, Hausen, Silo und Stadion nutzen. Auch die drei Frankfurter Erlebnisbäder Rebstockbad, Titus Thermen und das Panoramabad Bornheim laden zum Planschen ein.

In DARMSTADT bleiben die fünf Frei- und Naturbäder wie geplant offen. «Wir wollen unseren Badegästen weiterhin diesen Service bieten», sagte Daniel Klose von der städtischen Pressestelle. Das ein oder andere Bad werde auch noch für Veranstaltungen gebraucht. Erst am 14. September schließen die Bäder hier ihre Pforten. Die viermonatige Saison sei aber nicht gut verlaufen. «Wir werden wegen des Wetters eine schlechtere Bilanz als im Vorjahr haben», sagte Klose. Im Juli etwa seien 30 Prozent weniger Besucher gekommen als im Vorjahresmonat.

In WIESBADEN machen Freibäder wie das Kallebad, das Kleinfeldchen und die Maaraue wie geplant am 7. September zu. Wann das beheizte Opelbad in die Winterpause geht, ist nach Angaben der Stadt noch nicht klar. Das ebenfalls beheizte Parkbad in LIMBURG soll wie geplant bis zum 14. September Schwimmer empfangen. «Sollte es noch mal richtig gut werden, kann es durchaus sein, dass wir eine Woche dranhängen», sagte Jochen Brandt von der Stadt Limburg. Das Thermalfreibad in SCHLANGENBAD will sogar noch bis zum 30. September weitermachen.

In KASSEL gibt es keine Überlegungen, die drei öffentlichen Freibäder früher zu schließen, wie die Sprecherin der Kassel-Bäder, Heidi Hamdad, sagte. «Die Bäder sind beheizt, wie können angewärmtes Wasser anbieten.» Zudem sei ein Teil des Hallenbades im Auebad wegen Revisionsarbeiten geschlossen, so dass Schwimmer darauf derzeit nicht ausweichen könnten. Auch in Kassel wirkt sich das Wetter negativ auf die Saison aus. «Die Besucherzahlen sinken deutlich», betonte Hamdad.