„Keine Monstertrasse": In Fulda bäumen sich 800 Demonstranten gegen Suedlink auf

15. Dezember 2014
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FULDA

Der Stromnetzriese Tennet bekommt immer mehr Gegenwind von den Bürgern aus Fulda und Umgebung. Am Montagabend demonstrierten 800 zwischen Pauluspromenade und Stadtschloss gegen die Starkstromtrasse Suedklink. Unterstützung bekamen sie von OB Gerhard Möller.

„Keine Monstertrasse", das stand auf vielen Transparenten, die Montageband 800 Demonstranten, darunter viele Kinder, aus der gesamten Region auf einer Kundgebung zwischen Pauluspromenade und Stadtschloss in den Himmel hielten. Sie protestierten gegen den Plan des Stromnetzriesen Tennet, die Starkstromtrasse Suedlink durch Osthessen zu bauen.

„Die Stromtrasse zerstört die Landschaft, lässt die Häuser rasch und erheblich an Wert verlieren – und die Gefahren für die menschliche Gesundheit sind noch gar nicht geklärt", sagte Johannes Lange, der Vorsitzende der Bürgerinitiative Fuldatal, die zu der Kundgebung aufgerufen hatte.

Windstrom in Gas umwandeln

Lange bemängelte, dass die Suedlink-Trasse erhebliche negative Folgen für den Menschen und die Natur habe, und keinen Beitrag zur Energiewende leiste. Denn der Windstrom, den Suedlink transportieren soll, ist nicht speicherbar. Eine Lösung für das Problem sei, den Windstrom vor Ort in Norddeutschland in Gas umzuwandeln und somit speicherbar zu machen.

Lange forderte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) auf, ein unabhängiges Energiewende-Konzept zu entwickeln, die angelaufene Planung für die Trasse Suedlink auszusetzen und sich den Fragen des geplanten BI-Kongresses am 14. März 2015 in Fulda zu stellen.

Im Ehrenhof des Stadtschlosses wurden die Demonstranten von OB Gerhard Möller (CDU) begrüßt. „Wir wollen unter keinen Umständen, dass Stadtteile ein- oder abgeschnürt werden", sagte Möller. Für die Antragskonferenz im März, bei der wohl die Pläne im Detail diskutiert werden, werde sich die Stadt Fulda juristisch wappnen.

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