Kennenlern-Veranstaltung für "Literatur im November"

24. November 2013
fulda

"Literatur im November" heißt das Projekt zur Leseförderung, das bereits zum 18. Mal bekannte Autoren Montag und Dienstag in die Region führt, um in 43 Lesungen rund 2000 Schüler mit Literatur aus erster Hand bekannt zu machen.

Bereits am Sonntagabend hatten Pädagogen und andere Literaturfreunde in der Aula der Richard-Müller-Schule die Möglichkeit, in der traditionellen Kennenlern-Lesung einen Eindruck von dem zu bekommen, was die Schülerinnen und Schüler aus allen Schulformen und Altersstufen erwartet. Bevor die Schriftsteller und Schriftstellerinnen (von acht teilnehmenden waren sieben erschienen) sich und ihre Bücher präsentieren konnten, gab es von den Veranstaltern, das ist der Verein "Zukunft Bildung" in Kooperation mit dem Staatlichen Schulamt Fulda und dem Friederich-Bödecker-Kreis Grußworte und Statements.

Claudia Hümmler-Hille, die Hausherrin und Organisatorin des literarischen Großprojekts, freute sich in ihrer Begrüßung, dass die Traditionsveranstaltung so große Wertschätzung in der Öffentlichkeit finde und dankte für die Herstellung eines stimmungsvollen Rahmens in der Mensa. "Der Verein freut sich über ein volles Haus", sagte Dr. Michael Imhof angesichts der bis auf den letzten Platz besetzten Mensa, bevor er mit der Bibel und Goethes "Faust" seine Thesen im Einzelnen begründete: "Im Kosmos ist eine sprachliche Struktur eingeschrieben", und: "Im Anfang war das Wort."

Wie in den Jahren zuvor betätigten sich erneut die Hausherrin, Jutta Sporer und Sybille Unterstab, mit prägnanten Anmerkungen zu Person und Werk der anwesenden Schriftsteller. Gerne ließen sich die Literaturfreunde von einem bunt gemischten Programm unterhalten, bei dem einige Autoren nicht nur als Vorleser aus ihren Büchern tätig wurden, sondern sich auch als Entertainer verstanden.

Furios ging's los mit Thomas H. Hauck, der mit großen Gesten und viel Theatralik die amüsierten Zuhörer mit der Oma Frida und ihren Abenteuern bekannt machte und sich freute, dass "sogar Kinder" in der Abendveranstaltung anwesend waren. Auch für die Erwachsenen hatte der Autor etwas dabei, nämlich einen Alpenkrimi. Ins Krankenhaus ging es mit dem Comic-Roman "Echt krank" von Hans Jürgen Feldhaus, nach China mit Iris Lemanczyk, wo es um das Schicksale von Kindern ging, die dort vom Land in die Stadt entführt werden.

Mit einem Trichter versuchte Andreas Kirchgässner unter Einbeziehung des Publikums zu erklären, "wie die Geschichten in den Kopf kommen". Auch die anderen Autoren, darunter der allbekannte Fredrik Vahle konnten die Zuhörer bestens unterhalten. Hatte die Bereitstellung von Wein bei Lichtenschein für eine stimmungsfördernde Literaturbegleitung gesorgt, so bereitete das anschließende Stöbern auf dem Büchertisch der Buchhandlung Uptmoor family weiteres Vergnügen.