Mitarbeiter kämpfen für ihre Arbeitsplätze: Maikundgebung im Zeichen der Coty-Schließung

01. Mai 2017
Fulda

Am Tag der Arbeit demonstrierten die Beschäftigten von Coty, ehemals Wella, für die Erhaltung ihrer Arbeitsplätze. Der Eigentümer will den Standort Hünfeld Ende 2018 schließen. Betroffen davon sind 380 Frauen und Männer.

Von unserem Redaktionsmitglied Rainer Ickler

Etwa 75 Prozent der mindestens 600 Kundgebungsteilnehmer der DGB-Maifeier waren Coty-Mitarbeiter oder Angehörige, erklärt ein Polizeisprecher. Sie waren an den weißen Hemden zu erkennen. „Wir wollen damit auf unsere Situation aufmerksam machen. Wir kämpfen um unsere Arbeitsplätze. Wir wollen, dass mit uns fair umgegangen wird“, erklärt Coty-Betriebsratsvorsitzender Norbert Herr. Ziel sei es, den Standort zu retten, zumindest den größten Teil der Jobs.

Und die Unterstützung war groß. Nicht nur so gut wie alle 380 Beschäftigte, sondern auch ehemalige Wellaner und Politiker waren am Bahnhofsvorplatz und begleiteten den Zug zur Fuldaaue.

Die Polizei schätzte 600 Teilnehmer, der Veranstalter gar 1000. Die beiden Bundestagsabgeordneten Michael Brand (CDU) und Birgit Kömpel (SPD) waren ebenso dabei wie Hünfeld Bürgermeister Stefan Schwenk, Erster Stadtrat Theo Flügel, die Landtagsabgeordneten Dr. Walter Arnold (alle CDU) und Sabine Waschke (SPD) sowie Berthold Jost, Geschäftsführer der Mittelstandsvereinigung Hessen.

Einen ausführlichen Bericht zur Maikundgebung lesen Sie in der morgigen Printausgabe und im E-Paper der Fuldaer Zeitung.