Netzbetreiber Tennet: erster Austausch über geplante Nord-Süd-Stromtrasse

Landrat und Abgeordneter treffen sich in Fulda zu Gespräch mit Netzbetreiber Tennet

28. Januar 2014
Fulda

Eine der geplanten Mega-Strom-Trassen von der Nordsee nach Süden könnte auch durch den Landkreis Fulda verlaufen. Bei einem Gespräch im Landratsamt haben sich die Beteiligten auf eine "hohe Transparenz" bei den weiteren Planungen verständigt.

Initiiert hatte das Treffen der Fuldaer Bundestagsabgeordnete Michael Brand (CDU). Gemeinsam mit Fuldas Landrat Bernd Woide (CDU) tauschte sich Brand mit Vertretern des norddeutschen Netzbetreibers Tennet aus. Das Unternehmen plant den Bau einer Gleichstrom-Höchstspannungsleitung von Wilster bei Hamburg bis nach Grafenrheinfeld im Landkreis Schweinfurt. Diese sogenannte Südlink-Leitung soll den im Norden erzeugten Windstrom nach Süddeutschland transportieren und könnte auch durch den Kreis Fulda führen. Tennet-Vertreter Paul-Georg Garmer sprach bei dem Treffen in Fulda von einem der größten Infrastruktur-Projekte der Energiewende.

In diesem Jahr soll das Genehmigungsverfahren beginnen. Die Inbetriebnahme ist für 2022 geplant. Der geplante Verlauf der Trasse soll im Februar vorgestellt werden.

Woide und Brand dringen dabei auf eine "hohe Transparenz". Brand berichtet, Tennet habe zugesagt, die betroffenen Regionen frühzeitig einzubinden. "Gerade solche Energietrassen, die Strom durch die Region, aber nicht in die Region führen, müssen in einer landschaftlich einzigartigen Region wie dem Landkreis Fulda mit Sensibilität und Offenheit angegangen werden", so Brand und Woide nach dem Treffen. Der frühe Austausch sei förderlich, wenn es um die Frage der Akzeptanz einer möglichen Trasse in der Region gehe. / zen