Neues Angebot: Versierte Schrauber helfen Gästen im Fuldaer Reparatur-Café

30. August 2016
Fulda

Das Areal in der Langebrückenstraße 14 in Fulda wird um eine Anlaufstelle reicher: Das Reparatur-Café „Erneuer:Bar“ öffnet am Donnerstag, 22. September, ab 18 Uhr mit einer Feier seine Pforten. Das Jugendwerk der AWO Nordhessen in Fulda betreibt künftig eine Werkstatt, in der technisch versierte Freiwillige Gästen kostenlos helfen, ihre Geräte selbst zu reparieren. Doch der geplante Umbau des Areals macht die Zukunft des Projekts ungewiss.

Von unserem Redaktionsmitglied Philipp Stepputtis

„Grundsätzlich nehmen wir alle defekten Gegenstände an, die die Kunden ins Café tragen können“, sagt AWO-Projektkoordinatorin Katharina Weiner. „Dazu gehören etwa Computer, Uhren, Küchengeräte, Spielzeug, Kleidung und Möbel.“ Das nötige Werkzeug werde im Café gestellt, sagt Weiner.

Die Gäste können sich mit ihren technischen Problemen an Freiwillige wenden, die Tipps zur Reparatur geben. Hand anlegen müssen die Kunden unter Anleitung dann selbst. „Bisher haben wir zehn Freiwillige gewinnen können“, berichtet Weiner. „Sie kennen sich in verschiedene Bereichen aus. Einer kann bei der Reparatur von Computern helfen, der andere bei Kaffeemaschinen oder Mixern.“ Unter ihnen seien ganz unterschiedliche Personen – Jüngere, Ältere, Berufstätige und Studenten.

Café mit Kaffee, Kuchen – und einer Werkbank

Die AWO will mir ihrem Reparatur-Café mehrere Ziele erreichen, darunter Nachhaltigkeit: Produkte, die nicht mehr funktionieren, sollen repariert werden anstatt sie gleich wegzuschmeißen. „Außerdem geht es um die Beteiligung der Jugend und die gegenseitige Hilfe von Jung und Alt in der Nachbarschaft“, führt Weiner aus.

Derzeit befindet sich das Café noch im Aufbau. Im Erdgeschoss befindet sich das Café mit Theke, Sitzgelegenheiten und Arbeitsflächen für kleinere Reparaturen. Die Hilfe bei der Reparatur ist kostenlos, Gäste können aber im Café gern etwas Geld lassen: Es gibt Kuchen, Heiß- und Kaltgetränke zu kaufen. Ehrenamtlich arbeitende Jugendliche machen den Thekendienst. In der Werkstatt im ersten Stockwerk gibt es Werkbänke und eine große Werkzeugsammlung.

Was planen die neuen Eigentümer mit dem Areal?

Doch bevor das Café überhaupt eröffnet, ist seine Zukunft schon ungewiss: Kürzlich wurde das gesamte Areal verkauft. Die neuen Eigentümer planen, die alten Industriehallen abzureißen und auf dem 7300 Quadratmeter großen Areal Wohnungen zu errichten. Eine Bürgerinitiative setzt sich dafür ein, dass die zahlreichen sozialen Projekte auf dem Gelände bleiben dürfen.

Lesen Sie hier mehr:

Nach Verkauf des Areals in der Langebrückenstraße: Bürgerinitiative appelliert an OB Wingenfeld

Der Mietvertrag der AWO läuft bis Ende Februar. „Wir werden erst mal weitermachen und gucken, was kommt“, sagt AWO-Projektleiter Christian Schmitt. Er ist zuversichtlich und hofft auf eine Lösung mit den neuen Besitzern. „Unsere Arbeit hier wird wertgeschätzt.“ Die genauen Öffnungszeiten des Cafés stehen noch nicht fest. Interessierte können sich auf www.erneuerbar-fulda.de und unter Telefon (0661) 48004591 informieren und dem Projekt Sachspenden zukommen lassen.

Wert 1.199 Euro! Gewinnen Sie einen original Cooking-Chef