OB und wohltätige Vereine ärgern sich über kommerzielle Altkleidersammler

14 oct 2013 / 07:15 H.

Mit Altkleidern lässt sich Geld machen. Im Landkreis Fulda gibt es 27 Sammler, die beim Regierungspräsidium angezeigt sind. 19 davon sind rein gewerblich. Nicht mit eingerechnet sind illegal aufgestellte Container. Für wohltätige Organisationen sind gewerbliche Sammlungen ein Ärgernis.

Gemeinnützige und gewerbliche Sammler, illegal aufgestellte Container und Privatpersonen, die vor der Haustür Wäschekörbe platzieren: Das Geschäft mit Altkleidern brummt. Doch: Wer darf sammeln und wer nicht? Längst ist der Kampf um alte Hosen und ausrangierte Pullover unübersichtlich geworden.

Wem ein Platz für sein Container zur Verfügung gestellt wird, entscheiden die Städte und Gemeinden. In Fulda beispielsweise dürfen auf öffentlichem Gelände nur Container des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), von Malteser und von Kolping aufgestellt werden. "Insgesamt sind das 40 genehmigte Container", sagt Pressesprecherin Christine Pierk.

Gesetzlich ist das Altkleidersammeln im Juni 2012 neu geregelt worden. Seither können gewerbliche Altkleidersammlungen stattfinden. Allerdings muss jeder Anbieter im Landkreis Fulda beim RP Kassel angezeigt und genehmigt werden.

"Insgesamt sind bei uns seit der Gesetzesänderung 380 Anzeigen auf Altstoffsammlungen eingegangen, darin enthalten sind aber auch die Metall- und anderen Rohstoffsammler", sagt Conrad.

Wie viele Container insgesamt im Landkreis aufgestellt sind, kann er nicht sagen. "Die Anzahl kennt das RP nicht. Diese Auskunft können nur die einzelnen Kommunen geben."

Dass viele gewerbliche Altkleidersammler auf den Markt strömen, ist für die gemeinnützigen Sammler ein Ärgernis. Denn sie finanzieren mit dem Altkleidergeschäft ihre Sozialprojekte. "Jedes Kleidungsstück, das in einen Container des Malteser Hilfsdienstes gegeben wird, wird bei uns in eine finanzielle Unterstützung ehrenamtlicher, sozialer Dienste der Malteser umgewandelt", sagt Stefanie Bode, Pressesprecherin beim Malteser Hilfsdienst.

Dass die Werbung für kommerzielle Sammlungen oft aussehen, als käme der Erlös Sozialprojekten zugute, ist ein Problem. "Manchmal ist auf den Zetteln ein großes Herz oder ein Satz wie ,Bitte helfen Sie mit'. Dadurch ist nicht immer zu erkennen, dass es eine gewerbliche Sammlung ist", sagt Blachnik.

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